Der Match im Utogrund begann bei Sonnenschein, dann zogen dunkle Wolken auf, ehe es in den Schlussminuten zu regnen anfing. Eine Parallele zum Wetter konnte man höchstens zum FC United Zürich ziehen: Das Heimteam hatte zu Spielbeginn noch intakte Chancen auf den Ligaverbleib, stand nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Gilles Tschudi aber als Absteiger in die 1. Liga fest, weil Konkurrent Old Boys gleichzeitig in Bavois mit 5:1 gewonnen hatte.

Beim FC Basel U21 herrschte dagegen im übertragenen Sinne 90 Minuten lang Sonnenschein. «Es hat Spass gemacht, den Jungs zuzusehen», meinte ein gutgelaunter Massimo Ceccaroni. Der Gästetrainer hob besonders die Vorwärtsbewegung seiner Elf hervor: «Wir waren sehr gut – konstruktiv und variabel!» Lediglich die nicht ganz optimale Effizienz vor dem United-Gehäuse sorgte für ein kleines Wölkchen am Basler Fussballhimmel. «Wir hätten mindestens 4:0 gewinnen müssen!»

Von den beiden FCB-Toren war das 0:1 das klar schönere: Robin Adamczyk setzte am gegnerischen Sechzehner erfolgreich nach, woraufhin Martin Liechti den Ball technisch perfekt ins entfernte Lattenkreuz zirkelte (16.). Das 0:2 fiel kurz in der 51. Minute nach einem Corner: Ein Zürcher Verteidiger lenkte einen Kopfball Robin Husers unhaltbar für seinen Goalie ins Netz ab.

Das Heimteam war zu keiner nennenswerten Reaktion fähig und machte an diesem Nachmittag nie den Eindruck, Promotion-League-tauglich zu sein. Und so durfte sich Massimo Ceccaroni neben den drei Punkten auch noch über den Ligaverbleib seines Ex-Clubs freuen: «Das Resultat aus Bavois habe ich natürlich mit Freude zur Kenntnis genommen. Es ist wichtig für OB, aber auch für die Stadt und die Region, dass der Verein weiterhin in der Promotion League spielt.»

Das nächste Basler Derby wird die FCB-Legende nicht mehr auf der U21-Bank der Rotblauen erleben. Wer die Nachfolge des Interimstrainers, der sich wieder voll seiner Aufgabe als Nachwuchschef widmen wird, antritt, ist zwar noch immer nicht bekannt. «Doch die Tendenz geht klar in Richtung einer internen Lösung. Wir werden diese in den nächsten Tagen forcieren», so Ceccaroni.