Eishockey
Basler Sharks schlittern mit leeren Batterien in die Niederlage

Die Basel Sharks verlieren die dritte Playoff-Partie auswärts gegen Langenthal mit 1:2. Falls sie auch das morgige Heimspiel in der St. Jakob-Arena (16 Uhr) verlieren, ist die Saison für die «Haie» zu Ende.

Martin Merk
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Den Baslern, im Bild Stefan Voegele (links), fehlt in den Viertelfinal-Serie das nötige Glück.

Den Baslern, im Bild Stefan Voegele (links), fehlt in den Viertelfinal-Serie das nötige Glück.

Marcel Bieri

Nach der gestrigen Niederlage in Langenthal liegen die EHC Basel Sharks in der best-of-seven gespielten Viertelfinal-Serie bereits 0:3 zurück.

Die Basler kämpften weiterhin unglücklich in einem Spiel, das zwar knapp ausging, bei welchem es jedoch an Playoff-Emotionen fehlte. Die Langenthaler fühlten sich nach zwei Siegen selbstsicher, während bei den Baslern die Batterien leer zu sein schienen. Nach einer Aufholjagd für die Playoff-Qualifikation über einen Grossteil der Saison scheint es schlicht und einfach an Kraft zu fehlen, um den Sprung ins Halbfinale zu schaffen. Entsprechend fehlte dem Basler Spiel der Biss, sprich die nötige Aggressivität.

Trainer Dany Gelinas stellte in der Not nochmals die Linien um. So ersetzte etwa Stefan Schnyder in der ersten Linie mit den Kanadiern den zurückgestuften Flügel Dario Gartmann. Doch einen Trumpf konnte Gelinas nicht aus dem Ärmel zaubern, denn viel änderte sich am Spiel nicht.

Nach acht Minuten schlossen die Langenthaler bereits ihr erstes Powerplay des Spiels mit einem Tor ab. Lorenzo Croce konnte zwar Stefan Tschannens Schuss noch abwehren, nicht aber den Nachschuss Marco Grubers.

Vermeintliches Tor aberkannt

Weiteres Pech kam sechs Minuten später auf der anderen Seite hinzu, als der Schiedsrichter ein vermeintliches Tor nicht gelten liess. Olivier Schäublin hatte den Puck mit einem Mann mehr auf dem Eis nach vorne gebracht und Marvin Frunz versuchte die Scheibe ins Tor zu schiessen; in den Augen der Unparteiischen war sie jedoch nicht drin.

Ins Mitteldrittel ging es dafür mit umso mehr Erfolg für die Gäste. Die erste Sturmreihe leitete einen schnellen Angriff ein, den Pascal Wittwer zum Ausgleichstreffer nach 30 gespielten Sekunden verwertete. Doch der Gleichstand hielt nicht einmal eine halbe Minute lang. Marc Kämpf traf mit einem Schuss von der blauen Linie. Es war nicht das erste Weitschusstor in einer Serie, in welcher Croce wie seine Vorderleute eine unglückliche Figur abgab.

Die Basler gewannen zwar viele Anspiele, Chancen hatten aber weder sie noch die Langenthaler im Überfluss. Emotionen kamen erst vier Minuten vor Schluss einigermassen auf, als Schnyder und Kämpf aneinander gerieten. Ein Zeichen konnten die Basler aber auch so nicht setzen.