Ein Trainerwechsel bringt oft frischen Wind. Dieser scheint bei Therwil sogar zu unvorstellbaren Höhenflügen zu verleiten. Die Leimentalerinnen, die in der letzten Saison nur knapp in die Finalrunde kamen, starten richtig durch in der NLB-Westgruppe, seitdem Jana Surikova an der Seitenlinie steht. Die erfahrene Tschechin, welche die letzten fünf Jahre die NLA-Mannschaft von Sm’Aesch Pfeffingen trainierte, brachte mit ihrer Erfahrung und Mentalität das Fanionteam der Therwilerinnen an die Tabellenspitze mit nur einem Verlustpunkt in sieben Partien.

Surikova ist stolz auf die Leistungen ihrer Schützlinge: «Wir haben eine sehr gute Vorrunde gespielt und gezeigt, zu was sie fähig sind. Vor allem der Wille und die Leidenschaft sind hervorragend.» Diese seien aus ihrer Sicht das Wichtigste und so funktioniere man als Team. Die erfahrene Trainerin will deshalb die Gründe für den unerwarteten Erfolg nicht bei sich alleine suchen: «Ich habe nur einige Dinge in der Spielweise geändert und versucht die Stärken der Spielerinnen in den Vordergrund zu stellen.»

Leidenschaft und neue Mentalität

Heimweh nach Sm’Aesch-Pfeffingen und der NLA kommt bei Surikova nicht auf: «Ich fühle mich richtig wohl bei Therwil. Die Chemie stimmt einfach bei uns und so macht es Spass zu arbeiten.» Auch Captain Andrina Nussbaumer unterstreicht den Schwung, der aufgekommen ist: «Wir sind als Team im Grossen etwa drei Jahre zusammen und sind auch neben dem Feld gute Freundinnen. Wir profitieren sehr von Jana. Sie kann uns sehr viele Inputs geben.» Doch auch der Fokus, den Surikova legt, sei wichtig für die Entwicklung der Leimentalerin: «Da Jana im Training ein grosses Gewicht auf ein sehr gepflegtes Spiel legt, machen wir auch viel mehr mit dem Ball als vorher. Das merkt man.»

Harte Spiele warten

Auf die Therwilerinnen kommen nun harte Wochen zu. «Am Samstag müssen wir nach Genf reisen, welches gleich mit fünf Ausländerinnen aufspielt. Es wird sicherlich ein hartes Stück Arbeit für uns. Ich will meinen Spielerinnen aber keinen Druck auferlegen. Sie sollen einfach alles geben», so Surikova. Die Einsatzbereitschaft wird sicher aber auch sonst nötig sein bei den Leimentalerinnen. Denn nach dem Spitzenspiel folgt die Partie gegen den weiteren Verfolger aus Baden, bevor es wiederum im Cup zum Duell zwischen Therwil und Genf kommt, dieses Mal aber im Baselbiet.