«Nein, eine solche Saison wie die letzte will ich nicht noch einmal erleben», sagen Trainer Timo Lippuner und die vom letztjährigen Kader übrig gebliebenen vier Spielerinnen Laura Tschopp, Kerley Becker, Madlaina Matter und Lena Sacher unisono. Damals, im Frühjahr, musste das Birstal-Kombinat bis zur allerletzten Partie gegen den Abstieg in die NLB kämpfen.

Doch das ist alles abgehakt, der Blick geht im Verein nur noch nach vorne. Auf der spielbestimmenden Position der Passeuse konnte die 21-jährige Jovana Gogic (Serbien) verpflichtet werden. Sie spielte im vergangenen Jahr bei Auris Hamburg in der Bundesliga und hat sich bei Sm’Aesch bereits gut eingelebt.

Gute Stimmung in der Mannschaft

«Sie trainiert seit August mit uns und hat in den insgesamt 17 Testspielen die Bindung zu ihren Teamkolleginnen auf dem Feld gefunden», sagt Lippuner. Mit Thays Deprati (22) verteidigt auch eine neue Libera für die Baselbieterinnen. Im Angriff werden Capitaine Tschopp, Mittelangreiferin Becker und die erst 18-jährige Matter von zwei Bulgarinnen und der Schweizer Nationalspielerin Laura Künzler unterstützt.

Die eine, Gergana Dimitrova (18), ist nicht nur eine ausgezeichnete Aussenangreiferin, sondern auch eine absolute Frohnatur, welche mit ihren Gesten und ihrer Mimik nicht nur innerhalb der Mannschaft für gute Laune sorgt. Grosses Pech hatte dagegen ihre Landsfrau Mira Todorova. Die zwanzigjährige bulgarische Nationalspielerin hat sich im Training bei einer Blockabwehr schwer an den Bändern am Fuss verletzt und dürfte mehrere Wochen ausfallen. Ähnliches passierte der zweiten Zuspielerin Sacher, die sich im Testspiel gegen die Chinesinnen das Syndesmoseband riss und operiert werden muss.

Unbedingt in die Playoffs

Mit Paula Widmer (18), der gleichaltrigen Maja Storck und «Nesthäkchen» Jana Koch (15) vervollständigen drei Talente das Kader des NLA-Clubs, der in dieser Saison unbedingt die Playoffs erreichen will.» Dank der guten Zusammenarbeit mit VB Therwil konnten wir jeweils am Dienstag mit einem grossen Kader trainieren, da dies bei nur drei Profis und drei Halbprofis sonst praktisch nicht möglich ist», sagt Cheftrainer Lippuner etwas wehmütig und hofft, dass sich dies in den nächsten Jahren ändert und bei den morgendlichen Trainingseinheiten ebenfalls mindestens zehn Spielerinnen in der Halle stehen werden.

Und wenn die Sm’Aesch-Volleyballerinnen das vom Trainer geforderte System weiter verinnerlichen, dann dürfen sich die Fans wieder einmal auf eine erfreuliche und damit auch erfolgreiche Meisterschaft freuen, denn an der Kraft und der Fitness wird es nicht scheitern, diese wurden mehr als genug trainiert. Natürlich darf auch die Verletzungshexe nicht noch mehr in der Löhrenackerhalle zu Besuch kommen, denn mit zurzeit einer Stamm-Sieben und drei Nachwuchsspielerinnen ist das Kader doch sehr dünn.

Laufen und Therwil starten in der NLB

Nicht nur in der höchsten Liga erfolgt an diesem Wochenende der Start in die Saison, auch die NLB nimmt den Spielbetrieb wieder auf. Die Männer des VBC Laufen spielen in der NLB-Ostgruppe auswärts gegen den VBC Luzern (Sonntag, 14 Uhr). Die NLB-Frauen von VB Therwil starten mit einem Heimspiel gegen VBC Fribourg (Sonntag, 16 Uhr) in die Meisterschaft.