Für den Teamleader des Erbacher Racing Teams hatte dieser Anlass besonderen Charakter. Zum ersten Mal ist das Team mit drei Autos am Start, da neben den beiden Schweizern das dritte Auto an den Briten Tethys vermietet werden konnte. Eine ganz besondere Ausgangslage also.

Die Freitagstrainings waren für unsere beiden Schweizer Piloten nicht gerade berauschend. Sowohl Urs wie auch Jndia hatten immer wieder mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen und schlossen die beiden Trainingssessions jeweils auf Platz 6 ab.

Wie in Grossbritannien üblich, war wiederum ein Tag verregnet. Dauerregen machte eine Austragung der Rennen unmöglich. Dafür zeigte sich der Sonntag von einer ganz anderen Seite. Sonne, angenehme Temperaturen, ideales Race-Wetter. 

Urs Erbachers erster Gegner war Stig Neergaard, der noch die Chance hatte, sich den Meistertitel zu holen. Doch die beiden sind alte Hasen und schenkten sich nichts. Trotz besserem Start (um 4 Hundertstel) musste Urs seinen Gegner ziehen lassen, da seine Räder massiv durchdrehten und die Kraft nicht auf den Boden brachten. Am Ende gewann Neergaard mit 0.35 Sekunden Vorsprung.

Als sechst- und letztklassierte aus der Qualifikation musste Jndia am Sonntag gegen den Trainingsschnellsten, den Deutschen Timo Habermann antreten. Trotz persönlicher Bestzeit von 5.54 und einem guten Lauf musste sie sich letztendlich dem um vieles rennerprobterem Gegner um zwei Zehntelsekunden geschlagen geben.

Somit ist für Jndia und Urs die Saison 2016 abgeschlossen. Jndia darf mit ihren wenigen Auftritten in Europa und ihren ersten Läufen unter Rennbedingungen mehr als zufrieden sein. Sie ist ein Versprechen für die Zukunft, hat sie doch in Hockenheim den späteren Klassenchampion Jonny Lagg geschlagen! Für Urs muss dieses Jahr als Übergangsjahr angesehen werden. Viele neue Teile machen das Fahrzeug zwar schneller, aber im Moment noch zu unberechenbar. Für die kommende Saison, die Urs komplett fahren will, muss mehr Konstanz her. Mit seiner Erfahrung ist dies aber sicher möglich.