«Der Lauf ohne Grenzen» – unter diesem Motto ist es den Organisatoren des Vereins Dreiländer-Lauf unter dem Patronat von 11 Regio Lions Clubs einmal mehr gelungen, die Symbiose von Sport, Politik und Soziales in einem attraktiven Wettkampf zu vereinen. Da rannte nämlich eine Riesenschar von Joggern über die französische Grenze an St. Louis und Huningue vorbei über die imposante Fussgängerbogenbrücke auf die deutsche Seite nach Weil am Rhein und wieder zurück auf den Marktplatz in Basel. Und das alles als länderübergreifendes Sportereignis ohne lästige Zollformalitäten. «Da ersetzt die Starnummer für einmal den Reisepass», sagt OK-Präsident Martin Lichtenthaler. Der Regio-Gedanke, der Politikern zuweilen Kopfzerbrechen bereitet, ist sowohl unter Läufern wie auch im trinationalen OK eine Selbstverständlichkeit, genauso wie die Verwendung des Erlöses zugunsten eines Regio-Kinderferiencamps. Lobende Worte denn auch von Regierungsrat Christoph Brutschin, der im Zielraum die Medaillen verteilte: «Das ist ein Musterbeispiel für die Verbundenheit der Menschen im Dreiländereck!»

Locker zum Tagessieg

Dem quirligen Pedro Mario Morgado konnte das schwül-warme Wetter vom Sonntag scheinbar nichts antun. Nach 11 Kilometern schüttelte der 40-jährige gebürtige Portugiese seinen einzigen Widersacher Lukas Oldani locker ab und lief mit einem Vorsprung von knapp anderthalb Minuten ohne sichtliche Anstrengung in der guten Zeit von 1:12:56,0 ins Ziel. «Ich konnte sein regelmässiges Lauftempo ab Rennhälfte einfach nicht mehr mithalten», so das ernüchternde Fazit des Zweitplatzierten. Mit einem Rückstand von rund fünf Minuten vermochte der Aescher Michael Wigger als Dritter nie in die Entscheidung einzugreifen.

Aislinn Oeri auf Platz zwei

Im ebenfalls 21,1 Kilometer langen Frauenrennen musste Belinda Hall Doudet aus Genf ihren Sieg in 1:26:31,7 hart erkämpfen. Die Baslerin Aislinn Oeri blieb ihr nämlich dicht auf den Fersen und musste sich mit einem Rückstand von 19,7 Sekunden nur knapp geschlagen geben. Die 33-jährige Tagessiegerin hat indes ein ambitiöses Saisonziel: «Jetzt will ich den Berglauf Sierre-Zinal gewinnen!» Die Schnellsten auf der Kurzdistanz über 10,1 Kilometer waren bei den Frauen Deborah Büttel aus Riehen in 37:23,6 und bei den Männern der Lörracher Omar Tareq in 33:40,2.