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Beim FC Basel herrscht fast nur eitel Sonnenschein

Der FC Basel und Valentin Stocker sind momentan nicht zu stoppen.

Der FC Basel und Valentin Stocker sind momentan nicht zu stoppen.

Der FCB legt nach der Winterpause einen perfekten Start in die Rückrunde hin. Nun liegt der Fokus aber auf dem nächsten Euro-League-Spiel gegen Maccabi Tel Aviv, für das viele Spieler noch fraglich sind.

Drei Spiele, drei Siege. Den Vorsprung in der Tabelle auf die nächsten Verfolger auf fünf und mehr Punkte ausgebaut und die aufmüpfigen Young Boys im Direktduell in die Schranken gewiesen. Dem FC Basel ist der Start in die Rückrunde zweifellos geglückt. Zuletzt wurde auch der unberechenbare FC Sion in einer regelrechten Wasserschlacht bezwungen. Dass sich die unterlegenen Gegner dabei regelmässig über eine angebliche Bevorzugung der Basler durch die Schiedsrichter mokieren, kann dem FCB egal sein.

Zumal die vom gerade aktuellen Sion-Trainer Raimondo Ponte geäusserte Kritik am Penaltyentscheid gegen seine am Samstag erstaunlich solidarische Söldnertruppe nurmehr lächerlich anmutete. Wer im Strafraum so wie Xavier Kouassi gegen Valentin Stocker in den Zweikampf geht, darf sich wahrlich nicht über einen Foulpfiff beschweren. Murat Yakin hatte für Ponte denn auch nur ein müdes Lächeln übrig. Sein Job macht ihm derzeit viel Freude.

Wintertransfers eingeschlagen

Was aus Sicht des FCB vor allem positiv stimmt, sind die erstaunlich gelungenen Wintertransfers. Normalerweise ist es kein leichtes Unterfangen sich im Winter zu verstärken – da die guten Spieler alle irgendwo unter Vertrag stehen und die Klubs keinerlei Interesse an gravierenden Kadermutationen hegen. Dem FC Basel scheint gerade dies aber geglückt zu sein. Dem letzte Woche vom FC Aarau verpflichteten Davide Callà gelang gestern ein überzeugender Einstand – er war an der Entstehung des Penaltys beteiligt und auch sonst ein belebendes Element. Und der von Spartak Moskau geholte Marek Suchy vermag den Ausfall von Ivan Ivanov bislang mehr als nur zu kompensieren. In der Luft ebenso stark wie der Bulgare, scheint Suchy darüber hinaus einiges agiler als der oft etwas hüftsteif wirkende Ivanov. Und an seiner Seite blüht plötzlich jemand auf, den man auch fast als Neuzugang werten darf. Gaston Sauro wurde schon als Fehltransfer abgestempelt. Nach einer langen Durststrecke und wenigen Einsätzen als Ergänzungsspieler, stand der Argentinier gegen Sion nun zum zweiten Mal in Folge in der Startelf. Die Walliser schossen kein Tor und Sauro überzeugte. Vorerst hat er sich in der Innenverteidiger Hierarchie wieder an Arlind Ajeti vorbeigeschoben.

Gute Atmosphäre

Im Zuge der Siegesserie entwickelt sich die Stimmung innerhalb der Mannschaft prächtig. Noch nicht lange ist es her, da wurden dem FCB «atmosphärische Störungen» nachgesagt. Davon ist derzeit nichts zu spüren. Fabian Frei war nach dem Spiel auffallend gut gelaunt. Kein Wunder bei seinem Lauf (bereits drei Tore in der Rückrunde). Davide Callàs erfrischendes, aufgestelltes und loyales Naturell tut jedem Team gut. Er hat sich in Basel bereits prächtig eingelebt. Und Goalie Yann Sommer schien sich bereits regelrecht aufs nächste Spiel zu freuen. «Klar, denn an Tel Aviv habe ich sehr gute Erinnerungen. Dort legten wir schliesslich den Grundstein für die erfolgreiche Europacup-Kampagne. Und nun kennen wir auch die Spielart von Maccabi und wissen deshalb, was zu tun ist.»

Dies gilt allerdings auch für den Gegner. Maccabis Trainer Paulo Sousa hatte seine Mannen bereits in der Champions League Qualifikation gut auf die Basler eingestellt. Und Tel Aviv ist derzeit gut in Form. Wie der FCB führt auch Maccabi die heimische Meisterschaft souverän an. Zuletzt gelangen gar fünf Siege in Folge. Das Hinspiel des Euro-League Sechzehntelfinals vom Donnerstag dürfte deshalb ein heisser Tanz werden. Schon am Mittwochmorgen fliegt der FCB in Richtung Israel.

Angeschlagen nach Tel Aviv

Ob Mittelfeldpuncher Serey Die dann dabei sein wird, ist derzeit fraglich. Der Ivorer fehlte gegen Sion wegen einer Verletzung am Zeh. Auch der Einsatz von Marco Streller steht auf der Kippe. Der angeschlagen ins Sion-Spiel gestiegene Kapitän verliess den Platz am Samstag leicht humpelnd. Seine Adduktorenverletzung macht sich offenbar wieder bemerkbar. Es sind dies wenige Wermutstropfen erfreulicher Basler Tage.

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