Europa League
Beim FC Basel kommt die nächste Generation zum Handkuss

Von Verletzungen über Sperren bis hin zu Ruhepausen. Die Gründe sind vielfältig, wieso der FC Basel gleich eine ganze Mannschaft für das Spiel gegen Posen zu Hause gelassen hat.

Sebastian Wendel
Merken
Drucken
Teilen
Auch auf der Position hat der FCB nicht die üblichen Stammkräfte in Posen dabei.

Auch auf der Position hat der FCB nicht die üblichen Stammkräfte in Posen dabei.

Keystone

Gleich eine komplette Mannschaft blieb zurück, als der FC Basel gestern Vormittag nach Posen aufbrach: Goalie Vaclik, die Verteidiger Suchy, Akanji, Hoegh, Ivanov, Degen und Aliji, die Mittelfeldspieler Delgado, Kuzmanovic und Gashi sowie Stürmer Janko traten die Reise nach Posen nicht an. Verletzungen, Sperren, fehlende Spielberechtigung oder einfach eine Ruhepause – die Gründe für die Absenzen sind verschiedener Natur. Aber kein grosses Problem für Trainer Urs Fischer: Schliesslich steht Rot-Blau seit zwei Wochen und dem 2:2 gegen Fiorentina als Gruppensieger fest. Der FCB-Gegner in den Sechzehntelfinals wird am Montag ermittelt.

Zum «Schuelreisli» soll der dreitägige Ausflug in die Universitätsstadt Posen aber auf keinen Fall verkommen. Es geht um 400 000 Euro Siegprämie, um Punkte für die Uefa-Rangliste und immer auch um die Ehre. Dreimal hat der FCB in dieser Saison bereits gegen Lech Posen gespielt, dreimal gab es einen Sieg – die weisse Weste soll Bestand halten.

Fischer: «Vor allem aber ist das Spiel gegen Lech Posen eine Chance für die weniger oft berücksichtigten FCB-Profis und für die nächste Generation: Fischer hat das Kader mit Junioren aufgefüllt und will einigen von ihnen auch Einsatzminuten geben. Allen voran Robin Huser und Adonis Ajeti, die bereits regelmässig mit den Profis trainieren. Im Sturm wird wohl Albian Ajeti auflaufen, der Zwillingsbruder von Adonis. Fischer sagt: «Es kommt immer auch auf den Spielverlauf an. Aber ich denke, die Jungen dürfen sich Hoffnungen machen auf Einsatzminuten.»

Rochade der Nachwuchstrainer

Eine Chance für die nächste Generation – dies gilt nicht nur für die FCB-Junioren heute Abend in Polen, sondern ab nächster Saison auch für deren Trainer: In der FCB-Nachwuchsabteilung werden die Trainerposten künftig neu besetzt sein mit «Talenten»: So ist künftig Alex Frei zuständig für die U15, Raphael Wicky übernimmt die U21. Romain Villgier (U16), Werner Mogg (U17) und Arjan Peco (U18) besetzen die weiteren Stellen.

Frei und Wicky, die ehemaligen Schweizer Nationalspieler, gelten nicht nur FCB-intern als Zukunftsversprechen. Über Wicky wird gar gemunkelt, er könnte bereits beim nächsten Trainerwechsel bei den Profis zum Handkuss kommen.

Zukunftsmusik. Urs Fischer sitzt fest im Sattel und peilt heute mit einem Sieg die Krönung des erfolgreichen Basler Europa-League-Herbstes an.(wen)