Fussball

Beim FC Frenkendorf herrscht Einklang und Euphorie

Bissiger Aufsteiger: Frenkendorf mit Goran Petrovic (l.). JUNKOV

Bissiger Aufsteiger: Frenkendorf mit Goran Petrovic (l.). JUNKOV

Aufsteiger Frenkendorf hat sich in der neuen Spielklasse etabliert. Obwohl einige Experten der Mannschaft den sofortigen Wiederabstieg prophezeit hatten, steht der FCF auf dem fünften Platz – dank dem Kollektiv.

Das Saisonziel des Vorstandes ist primär der Ligaerhalt. Jenes der beiden Trainer Angelo Cardoso und Marco Goncalves ein Mittelfeld-Platz. Dass der FCF nun zwei Spiele vor Ende der Hinrunde auf dem hervorragenden 5. Platz steht, ist auch für Cardoso «ein Bonus». Im Sommer stiegen die Blau-Weissen nach 22 Jahren wieder in die 2. Liga regional auf. Damit versetzten sie ihr ganzes Dorf in Euphorie und liessen sie von einem weiteren Jahr voller Erfolge träumen. In Fussball-Kreisen jedoch war man sich einig, dass der Aufsteiger einen schweren Stand haben werde. Die Regio-Fussball-Experten der «bz» prophezeiten gar den sofortigen Wiederabstieg in die 3. Liga.

Kein Abstiegskandidat

Doch Frenkendorf ist alles andere als ein Abstiegskandidat. Durch harte Arbeit, eine gute Vorbereitung und einen unbändigen Willen spielte das Team von Cardoso und Goncalves eine sehr starke Hinrunde. «Wir haben alles gegeben und uns sehr eingesetzt» sagt Cardoso und fügt an «dieser 5. Platz ist durchaus verdient».

Cardoso holte für das Abenteuer 2. Liga Marco Goncalves in sein Team und machte ihn zu seinem gleichwertigen Partner. «Er ist eine grosse Hilfe und bringt viele Inputs. Er ist der Taktikfuchs von uns beiden. Ich bin sehr froh um seine Mitarbeit, schliesslich sehen vier Augen immer mehr als zwei. Und wir ergänzen uns auch äusserst gut.» Die Harmonie zwischen den beiden ist im Gespräch mit ihnen deutlich zu spüren. Sie haben dieselben Ansichten und vor allem spürbaren Respekt vor der Kompetenz des jeweils anderen.

Das Kollektiv als Waffe

Eine dritte prägende Figur hätte Orazio Ferranti werden sollen. Der Rückkehrer mit Challenge-League-Erfahrung stiess von US Olympia zu den Frenkendörfern und wurde von der ganzen Region euphorisch erwartet. Als er nach bereits vier Spielen seinem neuen alten Verein schon wieder den Rücken kehrte und zum FC Pratteln ging, munkelte man, dass dies den FCF sehr schmerzen würde. «Für uns hat sich nichts geändert nach dem Abgang von Orazio. Er war nie das Aushängeschild, zu dem ihn alle anderen machten. Er war nie unsere Waffe» erklären die beiden Trainer. Nein, die Waffe der Baselbieter ist das Kollektiv. Das Team ist eine Einheit und tritt auf dem Platz auch so auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Liga-Konkurrenten haben sie keinen Star und wollen und brauchen auch keinen solchen. Der 5. Rang ist der beste Beweis dafür.

Ein schweres Restprogramm

Nun warten mit dem Derby an diesem Mittwoch gegen den FC Bubendorf, dem schweren Auswärtsspiel gegen den Aufstiegs-Aspiranten der AS Timau am Samstag (3.11.) und schlussendlich dem vorgezogenen Rückrunden-Spiel gegen den FC Birsfelden (10.11.) ein extrem schweres Restprogramm auf die Frenkendörfer. «Wir sind optimistisch, dass wir die nötigen Punkte auch aus diesen Spielen holen werden» erklärt Cardoso überzeugt. Nach dieser Hinrunde ist dem Dorfklub einiges zuzutrauen. Die Bewohner von Frenkendorf dürften sich auf ein weiteres halbes Jahr mit tollen Resultaten freuen.

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