Frauenfussball NLA

Bemerkenswerter Auftritt des FC Basel gegen den Meister Zürich

Busers Penalty landet im Tor der Zürcherinnen.

Der FC Basel verlor sein Heimspiel gegen Meister FC Zürich mit 2:3 (2:2), zeigte dabei aber aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs bemerkenswerte Partie. Dass die Zürcherinnen die drei Punkte mitnahmen, geht dennoch in Ordnung.

Eigentlich sprach vor dem Spiel gar nichts dafür, dass die Baslerinnen gegen den Meister auch nur von einem Punktgewinn hätten träumen dürfen. Da das Team von Trainer Thomas Moritz, das erst zwei Siege in acht Partien holte, dabei nur sieben Treffer erzielte, aber deren 16 kassierte. Gegenüber das Verlustpunkt lose Team von Andy Ladner, das stolze 24 Treffer erzielte und nur drei erhielt.

Der Basler Strohhalm: vielleicht hat beim FCZ das Selbstvertrauen nach dem Ausscheiden in der Champions League unter der Woche gegen Bayern München etwas gelitten. Die Gäste begannen jedoch so wie ein Meister. Sie liessen den Ball zirkulieren, blieben geduldig und versuchten die Baslerinnen aus der Deckung zu locken.

Selbstbewusst und druckvoll

Die Spielerinnen von Moritz wurden aber immer frecher, gingen resolut in die Zweikämpfe und setzten immer wieder Nadelstiche. Doch dann brachte Patricia Willi die Gäste mit einem Schuss von halbrechter Seite, alleine vor Nadine Böni, doch recht früh in Front.

Als Caroline Abbé auf eine Freistossflanke von Lesley Ramseier per Kopf auf 2:0 erhöhte, musste man um das Heimteam bangen. Würde es wie in der Hinrunde ein 0:5 absetzen? Das junge Team hat jedoch zweifelsfrei Fortschritte gemacht, spielte weiter mit erhobenem Kopf, selbstbewusst und druckvoll.

Nach einem Eckball stiess Rahel Moser die Baslerin Lara Jenzer in den Rücken. Tyara Buser schoss den Elfmeter zum 1:2 ins Netz. Das war in der 38. Minute und nur sechs Minuten später zimmerte Routinier Kristina Sundov einen Freistoss an der nicht reagierenden Elvira Herzog vorbei zum Ausgleich ins Netz.

Zufrieden trotz Niederlage

Nach dem Seitenwechsel war die Partie anfänglich ausgeglichen, doch dann war es wieder ein Standard und die kopfballstarke ex-Internationale Abbé, die traf. Ramseier zog einen Eckball auf die Fünferlinie, wo Abbé das Spielgerät wuchtig ins Netz beförderte. Der FCZ hatte dann weitere Möglichkeiten, liess dabei aber auch erkennen, dass der CL-Ausflug nach München Spuren hinterliess. Basel hatte zwei gute Schüsse, aber näher an einem Treffer waren doch eher die Zürcherinnen.

Trotz der knappen Niederlage waren die Baslerinnen zufrieden. Nadine Böni: «Wir hatten nichts zu verlieren, konnten befreit aufspielen. Trotz dem nicht so guten Saisonstart stimmt die Moral, das haben wir heute bewiesen. Dass wir dann wegen einem Standard verloren ist bitter, denn wir haben es mehrmals angesprochen. Aber man kann nicht alle Eckbälle verhindern. Wir brauchten Zeit, um die ganzen Veränderungen zu verarbeiten und wissen durchaus was zu tun ist. Ich denke, wir dürfen zuversichtlich sein.»

Die junge Tyara Buser nahm beim Elfmeter frech den Ball, obwohl Sundov schiessen wollte. «Ja, es war eigentlich eine andere Schützin bestimmt, aber ich war überzeugt, dass ich treffe, deshalb habe ich den Ball auch genommen», erklärte sie jene Situation. «Wir waren nahe am Punktgewinn. Jetzt müssen wir am Samstag aber gegen GC gewinnen.»

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