Landhockey
Bereit für den Rückrunden-Start: Basler HC will die rote Laterne abgeben

Trotz kleinem Kader und dem letzten Tabellenrang peilt der Basler HC den Ligaerhalt an. Das Hauptproblem für die missliche Tabellenlage liegt vor allem an der fehlenden Kompaktheit. Dem will der BHC nun entgegenwirken.

Fabio Baranzini
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Die Rückrunde wird zur Abschiedstournee: Philipp Rudin wird den Verein nach 20 Jahren verlassen.Baranzini

Die Rückrunde wird zur Abschiedstournee: Philipp Rudin wird den Verein nach 20 Jahren verlassen.Baranzini

Die Spieler des Aufsteigers blicken auf eine schwierige erste Saisonhälfte in der obersten Schweizer Spielklasse zurück. Das Kader des Basler HC ist dünn besetzt, das Tempo ist deutlich höher als noch in der Nationalliga B und zum Auftakt warteten mit Luzern und Wettingen gleich die beiden Schwergewichte der Liga. «Wir sind praktisch mit demselben Team angetreten wie in der Saison zuvor, als wir den Aufstieg geschafft hatten. Entsprechend bekundeten wir zu Beginn Mühe, mit den anderen mitzuhalten», so Trainer Philipp Rudin.

Das Hauptproblem war, dass die Basler nicht kompakt genug aufgetreten sind. «Wir haben uns auf dem Feld nicht als Mannschaft verschoben. Die Spieler, die den Ball nicht führten, sind zu wenig gelaufen. In diesem Bereich sind uns die anderen Teams einen Schritt voraus», erklärt Rudin. Er betont jedoch, dass seine Spieler über die individuelle Klasse verfügten, um mit den Equipen ausserhalb der Top drei mitzuhalten.

Dieser Eindruck bestätigte sich mit Fortdauer der Saison. Der Basler HC ist zwar vor dem Rückrundenstart noch immer Träger der roten Laterne, hat aber gleich viele Punkte wie das Vorletzte Stade Lausanne und liegt nur zwei Zähler hinter Rang sechs. «Wenn wir uns als Mannschaft weiter verbessern und zudem bereit sind, stets ans Limit zu gehen, dann kommen wir vom letzten Platz weg und können den Ligaerhalt schaffen», ist der Trainer überzeugt. Damit die Basler dieses Ziel erreichen, haben sie ein einmonatiges Aufbautraining absolviert. Dabei standen vor allem Konditionseinheiten sowie die Auffrischung der Grundtechnik auf dem Programm.

Am Sonntag erhalten die Basler Gelegenheit zu zeigen, dass sie für den Abstiegskampf gerüstet sind. Die Aufgabe wird allerdings nicht leicht, denn mit dem Luzerner SC gastiert der aktuelle Leader auf dem Rankhof. «Wir müssen vor allem in der Defensive gut stehen und clever spielen, wenn wir im Ballbesitz sind», gibt Rudin die Marschrichtung vor.

Für den 35-Jährigen wird die Rückrunde zur Abschiedstournee. Ende Saison wird er sein Traineramt aus Zeitgründen niederlegen. «Der Aufwand mit Trainings, Matches, Vorbereitung und Planung ist neben der Arbeit und der Familie schlicht zu gross», so der Ingenieur aus Witterswil.

Rudin ist seit 20 Jahren fester Bestandteil der ersten Mannschaft des Basler HC. Zuerst war er Spieler, dann Spielertrainer. Als solcher führte Philipp Rudin die Mannschaft aus der 1. Liga zurück ins Oberhaus und wer weiss, vielleicht versüssen ihm seine Spieler den Abschied mit dem Ligaerhalt.