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Bergrennen Reigoldswil - viel Arbeit für das gute Gefühl nach der Ziellinie

Am 8. Juni werden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Sportler durch das Bergrennen Reigoldswil kämpfen

Am 8. Juni werden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Sportler durch das Bergrennen Reigoldswil kämpfen

Am 8. Juni 2016 findet das Bergrennen von Reigoldswil auf die Ulmethöhe für Radfahrer und Läufer zum 15. Mal statt. Eine Selbstverständlichkeit? Bei weitem nicht, Anlässe in der Grössenordnung des Radrennens in Reigoldswil sind aufgrund mangelnder personeller Ressourcen häufig vom Aussterben bedroht.

Aufgrund eingeschränkter finanzieller Mittel funktioniert ein Anlass wie das Bergrennen Reigoldswil nur mit ehrenamtlichen Helfern, diese zu finden ist eine grosse Herausforderung.

Zu den Blütezeiten des organisierenden Vereins RRC Nordwest, konnten diese aus den eigenen Reihen rekrutiert werden. Da der aktive Kern des Vereins wohl einerseits durch die Dopingschlagzeilen im Radsport und andererseits durch das immer grösser werdende Angebot an alternativen Freizeitmöglichkeiten geschrumpft ist, müssen die Helfer heute auch aus anderen Quellen gefunden werden. Die bedeutet einen grossen Aufwand.

Das Einholen aller Bewilligungen und die Organisation der Festwirtschaft und der ganzen Infrastruktur erfordert viel Zeit. In den letzten Jahren konnte mit dem Rennen auch kein Gewinn mehr erwirtschaftet werden. Auf den ersten Blick scheint es so, als ob dieser Anlass nur eine Menge Arbeit und überhaupt keinen Nutzen stifte. Und doch konnte mit Christoph Buchmann ein ehemaliger Rennfahrer gefunden werden, der diese Arbeit auf sich nimmt und sich für ein weiteres Bestehen des Anlasses einsetzt.

Was sind die Gründe um sich in der Freizeit mit diesem kleinen und für viele völlig unbekannten Anlass auseinanderzusetzen? Es ist die Faszination am Radsport. Der Kampf am Berg gegen sich selbst und gegen unterschiedlich starke Gegner verlangt den Athleten alles ab. Nur wer diesen Kampf selbst bereits aufgenommen hat, weiss wie gross die Befriedigung nach dem Erreichen des Zieles ist. Dieses gute Gefühl den jeweils rund 70 Startenden zu ermöglichen ist Grund genug sich für den Anlass einzusetzen.

Wenn es mit dem Rennen vielleicht sogar gelingt dem einen oder anderen ein erstes Mal das Erlebnis mit einer Startnummer am Rücken zu ermöglichen ist es doppelt schön. OK-Präsident Christoph Buchmann ist überzeugt, dass sich solche Einsteiger die familiäre Atmosphäre am Bergrennen auch im Folgejahr nicht entgehen lassen werden.

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