Beachsoccer
Berner Tiki Toa zerstört Final-Träume der Chargers

Der Titelverteidiger BSC Chargers Baselland verliert das Cup-Halbfinale in Liestal gegen die Sable Dancers Bern mit 4:9. Das Ziel, den Titel ein drittes Mal ins Baselbiet zu holen, ist den Strandfussballern trotz gezeigter Klasse nicht gelungen.

Céline Feller
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Auch das Tor von Nicola Werder (l.) im ersten Drittel vermochte die 4:9-Niederlage nicht zu verhindern. Archiv

Auch das Tor von Nicola Werder (l.) im ersten Drittel vermochte die 4:9-Niederlage nicht zu verhindern. Archiv

Dave Joss

Die Affiche vor dem Halbfinal-Spiel der BSC Chargers Baselland gegen die Sable Dancers aus Bern war speziell. Nicht nur, weil mit den mit tahitianischen Nati-Stars gespickten Bernern und den Baselbietern zwei der besten Teams der Saison aufeinandertrafen. Viel spezieller ist die in dieser Saison auf die Beine gestellte Kooperation der beiden Mannschaften. Die Südsee-Ballzauberer um Heimanu Taiarui trainieren seit gut einem Monat bei den Junior Days der Chargers neugierige Kinder. Noch ein paar Stunden vor Anpfiff der Partie standen sie mit Sandbegeisterten in der Liestaler Swiss Life Beachsoccer Arena auf dem Platz.

«Natürlich kennen wir uns gut. Noch am Montag haben wir nach unserem Abschlusstraining zusammen mit den Tahitianern grilliert. Aber auf dem Platz war es für uns ein Spiel wie gegen jeden anderen Gegner auch», sagt Marc Gysin, Coach der Gelb-Grünen. Nicht aber für den Berner Gegner: «Die Tahitianer wohnen in Hölstein und halten sich hier fit. Sie fühlen sich in der Liestaler Arena zu Hause», so Gysins Pendant auf Berner Seiten, Angelo Schirinzi. Um 19.30 Uhr pfiff das Schiedsrichter-Duo García/Aerni die Partie an, welche gleich mit einem Lattenknaller einen furiosen Anfang bot. Die Ausgangslage war klar: Die Sable Dancers, in der Liga eine Position vor den Chargers, waren klar zu favorisieren. Dass Chargers-Torhüter Muchenberger aber bereits nach drei Minuten zum ersten Mal den Ball aus dem Netz fischen musste, schienen Spieler und Fans konsterniert hinzunehmen. Doch das Heimteam brauchte sich keineswegs zu verstecken. Vor allem in den ersten beiden Dritteln, in welchen die Chargers beide Male nur knapp mit 2:3 unterlagen, zeigten auch sie ihre Klasse und ihre technische Versiertheit.

Das 4:6 nach 40 gespielten Minuten konnte sich sehen lassen. Noch war alles offen. Doch im letzten Durchgang zerschlugen sich die Hoffnungen mit jedem Treffer der Gäste immer mehr. Aus den Lautsprechern dröhnte in den Schlussminuten «So wake me up when it’s all over» von Avicii. Over – vorbei – war vor allem der Traum. Mission Titelverteidigung gescheitert. «Nachdem wir in den letzten drei Jahren zwei Mal den Pott gewonnen haben, war es sicher das Ziel, den Titel ein drittes Mal ins Baselbiet zu holen», erzählt Gysin.

Doch am Ende vermochten die Heimakteure der physischen Überlegenheit der tahitianischen Auswahl, gespickt mit den Schweizer Nati-Stars Philipp Borer und Stephan Leu, nicht mehr standzuhalten. Hinzu kamen drei gravierende Fehler in der Defensive und das ausbleibende Glück der Chargers-Spieler, die bei ihren Abschlüssen gleich sechs Mal nur Aluminium trafen. Am Ende stand es 4:9 aus Sicht der Baselbieter. Bei der Berner Tiki Toa darf weiterhin vom ersten Cup-Sieg geträumt werden.

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