Eigentlich müssten die Starwings und Nyon auf Augenhöhe sein. Gestern Abend waren sie es nicht. Und dies lag primär an den Baselbietern, die teilweise beste Basketball-Kost boten und den treuen Anhang bestens unterhielten. So kam es, dass nach 35 Minuten, beim Stand von 80:50, auch Nachwuchsspieler wie Branislav Kostic (18) oder Bankakteure wie Boris Smiljic und Hansjörg Schützinger zum Einsatz gelangen konnten. Und sie hielten das Skore einigermassen und konnten selber ein paar Punkte erzielen.

Eine feine Darbietung

Vorgängig hatten aber die «Grossen» die Arbeit erledigt. Hervorzuheben sind die beiden Profispieler Brandon Jenkins (sein Powerspiel ist vom Feinsten, was die Liga zu bieten hat) und Jaraun Burrows, der trotz einer Daumenverletzung zu überzeugen wusste. Aber auch ein Joël Fuchs zeigte, dass er die offenen Würfe zu verwerten weiss. Und viele Impulse kamen auch von Miroslav Petkovic, der mit Steals (Ballgewinnen) und Assists (acht an der Zahl; damit bleibt er der beste Passgeber der Nationalliga A) zu überzeugen wusste. Er war es, der mit seiner aggressiven Verteidigungsarbeit Impulse setzte und verhinderte, dass Nyon ruhig aufbauen konnte. Denn auch wenn die Gäste angeben, mit 150’000 Franken das kleinste Budget aller neun Nationalliga-A-Klubs zu haben, so können die Waadtländer dennoch drei Amerikaner und einen Serben finanzieren…

Nicht ganz zur Geltung kam Kareem Johnson; die temporäre Profiverstärkung der Starwings konnte zu selten seine Athletik unter den Körben ausspielen. Ob es am Amerikaner lag oder an den fehlenden Zuspielen, spielte in Anbetracht des klaren Resultates keine Rolle. Auch vom Aargauer Roman Albrecht würde man sich wünschen, er würde seine Physis und die Grösse von 211 Zentimetern besser einsetzen. Doch insgesamt zeigten die Starwings eine feine Darbietung. Namentlich dann, wenn der Ball im Angriff durch alle fünf Spieler lief, ergaben sich immer wieder freie Wurfpositionen. Oder sie ermöglichten es Jenkins und Burrows, mit Durchbrüchen zum Korb zu einfachen Punkten zu kommen.

Dritter Erfolg der Saison

Einziges Ärgernis war das Ref-Trio; in einem Spiel, wo der Gewinner nach wenigen Minuten feststand, schafften sie es, gegen den Gastgeber sagenhafte 23 Fouls zu pfeifen. Vor allem der dritte Unparteiische (Clerc) war in allen Belangen überfordert und pfiff, zumeist gegen das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat, nach dem Zufallsprinzip. Doch am dritten Saisonsieg der Starwings änderte dies nichts. Mit dem dritten Erfolg – nach Boncourt und SAM Massagno – haben die «Wings» jene Rivalen geschlagen, die in Reichweite sind und befinden sich auf Playoff-Kurs.