Basketball
Besser gespielt, aber doch verloren – Weitere Niederlage für die Starwings gegen Luzern

Nur vier Tage nach der 61:66-Niederlage beim hauseigenen NOVARTIS-Cup unterlag das Birstaler Basketball-Kombinat erneut den Innerschweizern.

Georges Küng
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Die Starwings verlieren das letzte Testspiel gegen Central Luzern mit 81:87 (40:36)

Die Starwings verlieren das letzte Testspiel gegen Central Luzern mit 81:87 (40:36)

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Somit sind sämtliche fünf Vorbereitungspartien im Hinblick auf die Saison 2017/18 verloren gegangen. Diese beginnt am übernächsten Samstag zuhause gegen den BC Lugano.

Im Vergleich zur samstäglichen Niederlage zeigten die Starwings eine stark verbesserte Leistung. Namentlich im Angriff waren die Unterbaselbieter inspirierter, liessen dafür in der Defensive mehr zu und wirkten beim Rebound fragil und unentschlossen.

Will man das Resultat weiter analysieren, so ist festzuhalten, dass Central mit Nationalspieler Marco Lehmann der auffälligste Akteur und, neben dem «Wirbelwind» Austin Chatman (der ameri­kanische Spielmacher war durch nichts und niemanden zu stoppen), beste Skorer fehlte. In allen Testpartien hatte Lehmann jeweils 20 und mehr Punkte für die Innerschweizer er­zielt.

Dass die «Wings» verloren, lag primär am dritten Viertel, wo «wild gehühnert» wurde. In diesen fatalen zehn Minuten wurde aus dem Pausenvorsprung ein Elfpunkte-Rückstand, den man nie mehr ausgleichen konnte.

Selbstverständlich sind Testpartien dazu da, um die neue Spielzeit vorzubereiten. Die Starwings konnten erst (aus finanziellen Gründen) am 1. September mit der Saisonvorbereitung beginnen. Andere Klubs beginnen Ende Juli, spä­testens aber nach den Sommerferien. Und müssen dafür natürlich das Kader entlöhnen.

Das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat muss weiterhin mit minimalsten Mitteln «Wunder vollbringen», um Saison für Saison in der Nationalliga A zu spielen. Umso beeindruckender, dass die Baselbieter in zehn Tagen die 13. Spielzeit in Folge in Angriff nehmen werden.

Hess und Calasan überzeugend

Erfreulich, dass Allyn Hess andeutete, dass er viel mehr als «nur» aus der Distanz werfen kann. Der blonde Amerikaner dürfte zu einer der Liga-Attraktionen werden. Petar Babic beklagt wunde Füsse (er hat 18 Jahre lang nur auf Parkett gespielt und staunt, welche Hallenböden in der Schweiz die Regel sind...) und hat noch viel Luft nach oben.

Ein sicherer Wert ist Nemanja Calasan (34); den serbischen Center kennt man aus seiner Zeit bei Fribourg Olympic und dem BC Boncourt bestens. Wollen die «Wings» jedoch Wettkampfspiele gewinnen, so muss sich Björn Schoo (36) steigern; der 213 Zentimeter grosse Deut­sche dominiert zu wenig die Bretter.

Erfreulich, dass Guillaume Gredy in den Testspielen bereits mehr Punkte für die Starwings als in seiner ganzen vierjährigen «Karriere» in Boncourt erzielt hat, wo das jurasissche Eigengewächs als Matchblatt-Füller fungierte.

Letzter Schliff – und ein Zuzug?

Cheftrainer Roland Pavloski hat nun neun Tage Zeit, seinem Personal den letzten Schliff zu vermitteln und die Automatismen weiter zu verbessern.

Auch wenn «die Resultate in den Vorbereitungsphasen absolut sekundär sind» (Zitat Pavloski nach dem Novartis-Cup), so darf man nicht vergessen, dass die Niederlagen gegen Central Luzern (zweimal), Win­terthur und den Regionalligisten Villingen-Schwenningen (vierthöchste deutsche Spielklas­se) resultierten.

Klubs, die weiss Gott nicht zur Landeselite zählen und von der Romandie und dem Tessin nicht zu den Playoff-Kandidaten gezählt werden.

Und vielleicht gelingt ja noch der Zuzug eines Schweizer Spielers, der auf der Position 4 eine grosse Lücke schliessen würde. Ein Mann (gemeint ist Brunel Tutonda, 28, 201cm), der am Sonntag bei der Niederlage gegen Villingen-Schwenningen zu überzeugen wusste und zusammen mit Calasan gleich Tops­korer war.

Telegramm

Central Luzern – Starwings 87:81 (36:40)

Ruopigen, Reussbühl. - 75 Zuschauer. - SR: Novakovic/Sani/Curty.

Central: Chatman (27!), Plüss (11), Kairavicius (16), Tomic (11), Thompson (6); Mandic (2), Moran­di (7), Zoccoletti (3), Birboutsakis (3), Zeka.

Starwings: Babic (8), Kostic (7), Hess (25), Gredy (12), Calasan (16); Herrmann (2), Schoo (7), Verga (4), Streich.

Bemerkungen: Luzern ohne Nationalspieler Lehmann (Schule/Studium). - Starwings komplett.