Tatsächlich liegen die oberen Kontrahenten mit Möhlin (3.), Baden (4.), Kadetten Espoirs (5.) und Solothurn (6.) alle noch in Reichweite der Berner Oberländer. Steffisburg weist einen Sieg weniger aus, als das vor ihm platzierte Solothurn.

Das Team um Trainer Dominic Bleuer und Claudio Badertscher startete mit einem knappen Heimsieg gegen den STV Baden in die Meisterschaft. Danach verlor Steffisburg gegen Siggenthal auswärts und revanchierte sich gegen Birsfelden wieder mit dem nächsten Erfolg.

Knapper Ausgang der letzten Begegnung

Der nächste Gast, der TV Möhlin, welcher Ende Oktober in der Musterplatzhalle aufspielte, stahl ihm in den letzten zwei Sekunden die Punkte noch weg. Trotz steter solider Führung für die Gastgeber war dieses Match für sie folglich sehr ärgerlich ausgegangen.

Die Fricktaler ihrerseits berichteten, dass im Berner Oberland wenig zusammenpasste und beispielsweise die Trefferquote von Marcus Hock den absoluten Tiefstand von einem Treffer erreichte und deshalb die Würfe von Jonas Buholzer (6) und von Florian Doormann (7) gerade richtig kamen.

Mischa Wirthlin, einer der jüngsten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Mischa Wirthlin, einer der jüngsten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Doormann war es dann auch zu verdanken, dass er dem Nervendruck standhielt und den Siegtreffer zum 24:23 im letzten Augenblick in der Schlussphase erzielte.

Überraschung und Ernüchterung

Danach gelang Steffisburg aber der Knaller in der NLB: Es schlug den NLA-Absteiger, die zweitplatzierten Lakers Stäfa, mit 29:28. Der Kommentar danach lautete: Bärenstark und mit einem temporeichen Offensivspiel hätten die Berner Oberländer die Zürcher in Schach gehalten.

Vier Tage später dann die ernüchternde Niederlage gegen den Leader Endingen (35:21). Und gegen Altdorf, das kürzlich im Steinli zu Gast war, bekundete Steffisburg erneut Mühe und verlor die Partie schliesslich knapp. Der TV Möhlin hat die Urner, trotz ein paar schwachen Minuten im Spielverlauf, bekanntlich geschlagen (30:27).

Fokussiert bleiben

Man braucht kein Fachmann zu sein, um zu realisieren, dass der nächste Gegner das ganze Repertoire an Tops und Flops zu beherrschen scheint. Steffisburg widerspiegelt aber auch beispielhaft die engen Leistungsverhältnisse in der aktuellen NLB. Das heisst für den TV Möhlin, raus aus der Komfortzone und sechzig Minuten konzentriert Handball spielen, um die nächsten Heimpunkte zu holen.