Bikefestival
Ein Spektakel auf dem Schänzli mit knappen Resultaten

Am 25. Bikefestival in Basel verpassen die Schweizerinnen und Schweizer um Linda Indergand und Nino Schurter den Sieg. Dennoch war der Anlass vor vielen Zuschauern auf dem Schänzli ein Erfolg.

Simon Leser
Drucken
Teilen
Linda Indergand freut sich über den zweiten Platz am Bikefestival in Basel.

Linda Indergand freut sich über den zweiten Platz am Bikefestival in Basel.

Flurin Leugger

Noch vor ein paar wenigen Wochen standen Nino Schurter und Linda Indergand im Rampenlicht. Während Ersterer nach seinem vierten Platz an den Olympischen Spielen hadernd aus Tokio abreiste, war die Gefühlslage bei Indergand diametral anders. In einem Rennen, in dem drei Schweizerinnen auf dem Podium standen und so Historisches bewerkstelligten, war sie diejenige, die sich die Bronzemedaille um den Hals hängen lassen durfte. Am Wochenende später starteten beide am 25. Bikefestival in Basel auf dem Schänzli, beide mit grossen Siegambitionen.

Doch sowohl Indergand als auch Schurter verpassten den Sieg. Im Frauenrennen bildete sich bereits in der ersten Runde eine Vierergruppe, in der neben Indergang auch Laura Stigger (Österreich), Rebecca McConnell (Australien) und Ex-Weltmeisterin Kate Courtney (USA) Unterschlupf fanden. Courtney musste dem Tempo als Erste Tribut zollen. Und als Stigger in der letzten Runde den entscheidenden Angriff lancierte, war es auch um McConnell und die Schweizer Medaillengewinnerin geschehen. Immerhin konnte sich Indergand noch von der Australierin absetzen und sicherte sich mit 19 Sekunden Rückstand auf Stigger den zweiten Platz. Die regionale Hoffnungsträgerin Seraina Leugger platzierte sich derweil auf dem 25. Schlussrang.

Nino Schurter zeigt in Basel sein technisches Können.

Nino Schurter zeigt in Basel sein technisches Können.

Flurin Leugger

Auch für Nino Schurter sah es lange gut, mischte er doch aktiv in der Spitzengruppe mit. Elf Fahrer waren in dieser noch dabei, als sie Schurter mit einer Tempoverschärfung im letzten Anstieg sprengte. Der Schweizer Lars Forster, der für Olympia nicht selektioniert wurde, Jordan Sarrou (Frankreich) und Sam Gaze (Neuseeland) konnten jedoch folgen. Im Sprint setzte sich Gaze durch und verwies Forster auf den zweiten Platz. Schurter wurde - wie an den Olympischen Spielen - erneut undankbarer Vierter. Der Langenbrucker Nicola Rohrbach wurde im gleichen Rennen 35.

In der Amateur-Kategorie belegte der Baselbieter Nils Landenberger derweil den starken 3. Rang. Durch Leistungen wie diese auf dem Schänzli wird Landenberger im nächsten Jahr bei der Elite starten dürfen.

Aktuelle Nachrichten