2. Liga
Binningen und Timau trennen sich Unentschieden

Der SC Binningen und die AS Timau trennen sich in der 2. Liga 1:1-Unentschieden. Das Ergebnis ist nach einem intensiven Topspiel leistungsgerecht.

Paul Ulli
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SC Binningen und die AS Timau trennen sich 1:1
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Binningens Philippe Becker (rechts) gegen Gionata Melileo von Timau
Binningens Philippe Becker (links) im Luftduell gegen Besfort Gegaj von Timau
Binningens Torjubel nach dem 1:1 gegen Timau
Binningens Francesco Biafora (links) gegen Timaus Ramon Tato
Binningens Philippe Becker (links) mit Timaus Besfort Gegaj (Mitte) und Binningens Francesco Biafora (rechts)

SC Binningen und die AS Timau trennen sich 1:1

Uwe Zinke

Es kommt ja recht selten vor, dass beide Mannschaften nach dem Spiel mit dem Erreichten, in diesem Fall mit einem Punktgewinn, zufrieden sind. Doch dies war auf dem Sportplatz Spiegelfeld der Fall. Pierluigi Spallino von der AS Timau war nach den intensiven neunzig Minuten ziemlich fertig und ausser Atem: «Wir haben am Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags am Stand beim Klosterbergfest mitgearbeitet, um Geld in die Vereinskasse zu spülen. Demzufolge mussten wir schon etwas leiden. Doch jeder hat für den anderen gekämpft und die Punkteteilung fühlte sich für uns unter diesen speziellen Voraussetzungen schon fast wie ein Sieg an.»

SC Binningen-Trainer Alain Burger sah richtigerweise ein gutes, ausgeglichenes Spiel: «Beide Teams spielten auf gutem Niveau und die Punkteteilung geht absolut in Ordnung. Meine Mannschaft versuchte, wann immer möglich, einen gepflegten Spielaufbau mit wenig weiten Bällen in die Spitze. Dies gelang meistens recht gut. Schade war nur, dass wir den Führungstreffer nicht länger verwalten konnten.»

Becker legte vor, Sibilia glich aus

Diesen hatte Routinier Philippe Becker erzielt. Nach einer Stunde Spielzeit stand nämlich der Torjäger einmal mehr am richtigen Ort und schoss seine Farben aus kurzer Distanz in Front. Dieser Treffer hätte eigentlich schon kurz vor der Pause fallen müssen, doch scheiterte Tobias Fumagalli mit seiner herrlichen Direktabnahme am glänzend reagierenden Timau-Keeper Alain Raso. Der bald 40-Jährige war praktisch ohne Training für seine verletzten Torhüter-Kollegen Manser und Valente eingesprungen und zeigte dabei eine überzeugende und fehlerfreie Leistung. Nur drei Minuten nach dem Binninger Führungstreffer glichen die Gäste aus. Einen herrlichen Spielzug über Spallino und Luca Cordasco verwertete Nicolas Sibilia aus elf Metern eiskalt zum Ausgleich.

SCB-Verteidiger Janic von Arx strapazierte dann eine Viertelstunde vor Schluss seines Trainers Nerven, als er im eigenen Fünfmeterraum ohne Not den Ball vertändelte. Torschütze Sibilia traf aber in der Folge aus spitzen Winkel nur ins Aussennetz. Den eigentlichen Matchball hatte dann aber der eingewechselte Valtrim Selmani auf dem Fuss. Drei Minuten vor Schluss tauchte er allein vor Raso auf, sein Abschluss missriet vollkommen und flog weit über das Gehäuse. Doch einen Verlierer hätte diese gute 2.-Liga-Partie dann aber wirklich nicht verdient gehabt.