Basketball
Birsfelden-Präsident Pascal Donati: «Es soll ein Basket-Fest werden»

Am Wochenende organisiert der CVJM Birsfelden das 1.-Liga-Final-Four-Turnier. Zum ersten Mal findet ein solcher Anlass in der Deutschschweiz statt. Als Gastgeber spielen die Baselbieter ebenfalls um den Aufsieg in die NLB.

Georges Küng
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Engagiert: Pascal Donati freut sich auf die Finalspiele.

Engagiert: Pascal Donati freut sich auf die Finalspiele.

Es ist das erste Mal, dass das Final Four, seitdem der Aufstieg von der 1. Liga in die zweithöchste Liga in dieser Form erfolgt, in der Deutschschweiz stattfindet. «Es ist für den CVJM Birsfelden eine grosse Ehre, Gastgeber zu sein.

Und dazu ist noch das dritte Playoff-Spiel der Starwings in den Anlass eingebettet. Das Wochenende soll zu einem Basket-Fest werden mit fünf spannenden Spielen». Der dies sagt, heisst Pascal Donati, ist (noch) Vize-Präsident des A-Ligisten Starwings sowie Cheftrainer und Präsident des CVJM Birsfelden (1. Liga). Bekanntlich sind der «Cevi» und BC Arlesheim die Partnervereine der Starwings.

Mehrer Aufstiegsfavoriten

Weil es Donati gelang, für Chêne und Martigny – trotz der Uhren- und Schmuckmesse – eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden (in der Jugendherberge Delémont), gehört sein Team nun auch zu den Aufstiegsfavoriten. «Winterthur will aufsteigen, hat ein breites Kader und hat uns in den Gruppenspielen zweimal knapp geschlagen.

Aber auch unser Halbfinal-Rivale Martigny, die Rang 1 in der Westgruppe belegten, sind sehr stark und können auf ehemalige Nationalliga-A-Akteure vom BBC Monthey zurückgreifen. Chêne dürfte da eher die Aussenseiterrolle einnehmen», so Donati zur sportlichen Ausgangslage.

Auf die Starwings angewiesen

Die Frage, ob ein allfälliger Aufstieg des CVJM Birsfelden für die Nordwestschweiz überhaupt trag- und verkraftbar wäre, ist sehr komplex. «Ohne die Unterstützung der Starwings werden wir, sollten wir denn aufsteigen, die Promotion nicht wahrnehmen. Birsfelden kann aus eigenen Kräften, weder finanziell noch vom Spielermaterial her, eine Nationalliga-B-Saison bestreiten», spricht der Präsident und Trainer Klartext.

Viele Spieler in der falschen Liga

Andererseits wäre es durchaus erstrebenswert, wenn drei Teams, die de facto der gleichen Organisation angehören, in den drei obersten Ligen spielen würden. Denn es gibt viele Spieler bei den Starwings, dem CVJM Birsfelden und in der U23 der Starwings (1. Liga), welche in der falschen Liga spielen.

Szenenkenner sind sich einig, dass ein «neuer» B-Ligist mit Spielern aller drei Klubs «gefüttert» werden müsste. Ob sich dies realisieren lässt, ist fraglich. «Sollten wir das Final Four gewinnen, sollen die Spieler entscheiden, ob sie den Aufwand auf sich nehmen wollen.

Aber selbstverständlich wissen wir alle, dass es Verstärkungen brauchen würde», so Donati, der sich mit dieser Problematik noch nicht befassen will.

Abwarten bei den Starwings

Auch die Starwings wollen das Saisonende abwarten, um konkret(er) die Planung für die nächste Spielzeit 2013/14 angehen zu können. Jahrelang hatte man in der regionalen Basket-Szene in den 80er- und 90er-Jahren davon geträumt, stufenartig in der Nationalliga A, Nationalliga B und 1. Liga einen Klub zu haben. Es war die Zeit, wo sich Birsfelden mit Arlesheim oder Uni Basel um die Vorherrschaft (in der Nationalliga B) stritt und lokale Animositäten zur Regel gehörten. Möglich, dass am Sonntagnachmittag dieser lang gehegte Wunsch in Erfüllung geht, sofern der Gastgeber «Cevi» das Endspiel gewinnt.