Es war eine bittere Niederlage gegen einen Gegner, der keineswegs besser war, aber in den entscheidenden Situationen schlicht cleverer und abgeklärter agierte. Der RTV begann gut, geriet aber nach zehn Minuten in ein regelrechtes Loch und erzielte in den folgenden 15 Minuten nur gerade drei Tore. Derweil zogen die Zürcher auf 11:7 und 12:8 davon.

Doch der RTV bewies Moral und kämpft sich zurück. Kurz nach der Pause stand es 15:15, zehn Minuten vor Schluss 21:22 und jeder Spielausgang schien möglich. Doch genau in dieser Phase bekundete der RTV (neben Unvermögen) nicht nur Pech mit diversen Schüssen an die Torumrandung, sondern auch mit höchst umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter, welche in der Schlussphase schlicht nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe waren.

So kassierte der RTV in diesem zentral wichtigen Spiel eine bittere Niederlage und kann nun den zweiten Tabellenplatz nur noch mit Schützenhilfe des souveränen Leaders Kriens erreichen.

Das heisst, um den zweiten Platz doch noch zu erreichen, muss der RTV das Schlussspiel am kommenden Donnerstag gegen Gossau (20:00 Uhr, Sporthalle Rankhof, Basel) gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass GC Amicitia Zürich in Kriens verliert. Spannung ist also garantiert.

Eine Bemerkung am Rande. Vor dem Spiel wurde RTV-Captain Igor Stamenov (40) für sein 500. Nationalliga-Spiel für den RTV 1879 Basel seit der Saison 2002/2003 (!) geehrt. In dieser Phase erzielte Stamenov 1941 Tore, dazu 124 Tore in 32 Cupspielen. Beeindruckende Zahlen!