Dass in der aktuellen Situation auch das Spiel in Stans eine schwierige Sache werden wird, war allen vor dem Einlaufen klar. Dass man aber mit einem fast abenteuerlichen 20 : 7 für die Einheimischen in die Paue ging, verschlug doch allen Anwesenden die Sprache.

Taktische Änderungen

Auf jeden Fall mussten in der Halbzeitpause einige deutliche Worte gefallen sein. Mit einer taktischen Änderung wurde dann sehr vieles besser in der 2. Halbzeit. Zudem liessen die Trainer praktisch die gleichen 7 Leute durchspielen, von denen sie sich die grösste Reaktion auf die miserable 1. Halbzeit ausrechnen konnte.

In diesen ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit änderte sich an der Tordidfferenz zwar noch nicht viel, aber die auf dem Feld stehenden 7 Spielerinnen kämpften jetzt wenigstens leidenschaftlich und wehrten sich gegen eine noch höhere Niederlage. Die nächsten gut 10,11 Minuten waren dann sogar richtig gut und man holte Tor um Tor auf. So stand es nach circa 56 Minuten „nur“ noch 26 : 20 für die Stanserinnen.

Es war klar, dass es nicht mehr zu einem Punktgewinn reichen wird, aber das Team zeigte in dieser 2. Halbzeit den Einsatz und den Kampfgeist, der es möglich macht, in Zukunft Punkte zu holen gegen die Mannschaften auf Augenhöhe. Das Spiel endete schlussendlich mit einem klar verdienten 30 : 22 – Sieg des BSV Stans.

Diese 2. Halbzeit müssen die Baslerinnen als Gradmesser nehmen. Es ist für das Trainerteam immer deutlicher zu sehen, wer bereit und fit ist, sich zudem in den Dienst der Mannschaft stellt, und sich nicht schade ist, auch mal „Drecksarbeit“ zu verrichten. Und dass man auch einen Stolz hat, SPL 1 zu spielen. Nur so wird es möglich sein, Punkte zu holen.

Natürlich sind erst 4 Spiele gespielt. Aber es ist wichtig, bald die ersten Punkte zu holen, damit der Abstand zu den Mannschaften im hinteren Bereich der Tabelle nicht zu gross wird.