Volleyball
Bitteres Cup-Aus für Sm’Aesch: Im Viertelfinal ist gegen Volero Zürich Endstation

Die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen verlieren den Cup-Viertelfinal gegen Volero Zürich mit 1:3. Nachdem Sm'Aesch lange Zeit in Tuchfühlung war, mussten sie letztendlich dennoch kapitulieren.

Paul Ulli
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Topskorerin Nicole Walch bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Punkten

Topskorerin Nicole Walch bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Punkten

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Die Überraschung in der Viertelfinalbegegnung des Schweizer Cups fand bereits vor dem ersten Ballwechsel statt. Nachdem Volero-Präsident Stav Jacobi am vergangenen Sonntag vor laufenden Mikrofonen erklärt hatte, dass die verletzte Topangreiferin Rosir Calderon in dieser Saison nicht mehr spielen könne, stand die ehemalige Kubanerin wie von Wunderhand geheilt plötzlich auf dem Platz.

Trotzdem hatte der Volero-Macher letzte Woche gleich zwei neue Spielerinnen geholt. Zum einen die serbische Europameisterin Ana Bjelica und die 19-jährige Kubanerin Liset Herrera Blanco.

Doch Sm’Aesch Pfeffingen liess sich durch diese neue Situation nicht beirren und lag beim zweiten technischen Time-out dank einigen schönen Punkten von Nicole Walch und Maja Storck mit 16:14 in Führung. Als die Gäste diese auf 21:16 erhöhten, wechselte Volero Chef-Trainer Selinger seinen Neuzugang aus Serbien ein und nahm dafür die Ex-Sm’Aesch-Pfeffingen-Angreiferin Gergana Dimitrova vom Feld.

In Tuchfühlung

Gebracht hat es nichts mehr, denn der Startsatz ging klar an die Baselbieterinnen. Auch im zweiten Satz blieben die Gäste immer in Tuchfühlung und glichen nach einem 12:14-Rückstand zum 17:17 aus. Doch just in diesem Moment zeigte die wiedergenesene Calderon, wie wertvoll sie für den Serienmeister und Cupsieger ist. Mit einem Zwischenspurt bis zum 20:17 holten sich die Zürcherinnen den Satzausgleich.

Tess von Piekartz lenkt das Spiel gegen VFM in die richtigen Bahnen

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Im dritten Satz waren es dann einige äusserst diskutable Schiedsrichterentscheide des Duos Hefti/Grieder, welche das Team von Head-Coach Andreas Vollmer aus der Fassung brachten und das Heimteam dadurch leichtes Spiel hatte, nach Sätzen in Front gehen zu können. Doch wer gedacht hatte, dass diese Referee-Entscheide der Höhepunkt waren, sah sich getäuscht.

Zu Beginn des vierten Satzes machte das Heimteam einen Aufstellungsfehler, Calderon schlug auf, wäre aber gar nicht an der Reihe gewesen. Es folgten minutenlange Diskussionen, denn in einem solchen Fall gäbe es einen Punkt für das andere Team.

Doch die Schiedsrichter hatten nicht den Mut, ihren Fehler einzugestehen, und liessen das Spiel mit Aufschlag Volero ohne Punkt für Sm’Aesch weiterlaufen: «Es war schon eine ganz spezielle Situation, welche meine Mannschaft weiter verunsichert hat», sagte Sm’Aesch-Trainer Vollmer.

Denn nach diesem Zwischenfall ging bei den Birstalerinnen gar nichts mehr, sodass der Satz und damit der Sieg mit dem 25:14 und 3:1-Sätzen klar an die Zürcherinnen ging. Doch Vollmer blieb in der Folge sportlich und sagte: «Wir dürfen erhobenen Hauptes nach Hause gehen.

Anu Ennok überlistet den gegnerischen Block

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Wir haben Volero im ersten Satz geschockt, im zweiten bis zum 17:17 gut mitgehalten. Danach waren die Zürcherinnen aber das bessere Team und haben verdient gewonnen, da wir nicht unseren besten Tag erwischt haben.»

Problemloser Meisterschaftssieg

24 Stunden vor dem Cupspiel schlug das Birstal-Kombinat in der eigenen Halle den Tabellenvorletzten aus Franches Montagnes diskussionslos mit 3:0-Sätzen. Nach dem deutlichen 25:18 im ersten und der klaren Führung im zweiten Satz war es bei Sm’Aesch Zeit für zwei Spielerinnenwechsel.

Für Topskorerin Walch kam Livia Zaugg in die Partie und Lea Werfeli ersetzte auf der Mittelposition Jazmine White. Zwar gab es im dritten Durchgang einige Abstimmungsprobleme und die Annahmen schwächelten öfter als nötig. Der schwache Gegner konnte daraus keinen Nutzen ziehen und musste dem Heimteam mit 25:21 den Sieg in drei Sätzen überlassen.