Fussball im November ist, wenn es in Strömen regnet und das Terrain tief ist. So wie am Samstagnachmittag in der Zentralschweiz, wo sich der Gastgeber und die „Schwarz-Ster­ne“, trotz schwerer Bedingungen, einen Vergleich lieferten, der die Unentwegten bestens zu unterhalten wusste. Zur rassigen Partie trugen die Nidwaldner mehr bei – und sie führ­ten die technisch feinere Klinge, waren mehr in Ballbesitzt, hatten mehr, und vor allem die besseren, Tormöglichkeiten. Doch die drei Punkte gingen zuletzt nach Basel.

Dass der Torschütze der Gäste just der älteste Feldspieler war, ist nichts als logisch.  Rod­riguez ist beim Basler Traditionsverein seit zwei Jahren der Torgarant und „Mister 50 Pro­zent“ in Personalunion, was die Trefferanzahl anbelangt. Sein Siegestor war das 15. Sai­sontor – damit ist er der beste Torschütze aller drei Erstliga-Gruppen. Und hat knapp die Hälfte der „Blägg“-Tore erzielt.

Profiteur eines Aussetzters

Sein Tor war technisch kein Meisterwerk denn der Franzose ging auf einen langen Ball – und profitierte davon, dass Buochs-Hüter Yanick Bäuerle über den Ball schlug und ein ve­ritables Luftloch schlug. Diese Offerte nahm Rodriguez an und schob den Ball ins Gehäu­se. Unaufgeregt, effizient, stets torgefährlich und kaltblütig – so lässt sich dieser Mann, der überall seine Tore erzielt hat, beschreiben.

Im Verlaufe dieser Vorrunde waren die Black Stars oft die bessere Mannschaft. Nicht nur optisch, sondern auch substanziell. Doch sie verloren gar viele Partien (vor allem zu Be­ginn der Saison gleich viermal in Serie zuhause), die unnötig waren. Spieler haderten mit dem Pech und Schickal. Oftmals war auch Unvermögen dabei oder individuelle Fehler. Am Samstag hätten die Innerschweizer niemals als Verlierer vom Platz gehen dürfen. Sie hät­ten zumindest eine Punkteteilung verdient gehabt. Auch sie haderten mit Pech und Schick­sal und vergassen, dass der FC Black Stars einfach opportunistischer war. Auch das ge­hört zum Fussball.

Noch ein Auswärtsspiel

Nach der Vorrunde entsprechen Punktekonto und Rangierung nicht den Ambitionen des FC Black Stars. Platz 3 ist allerdings in Sichtweite – und wenn es das Wetter zulässt, wird  der Basler Quartierverein am nächsten Sonntag (14.30 Uhr) das erste Rückrundenspiel beim FC Muri austragen. Es wird das vierte Meisterschaftsspiel in Serie auf fremden Ter­rain sein. Und die Gelegenheit, die 2:4-Auftaktniederlage vom August auf dem Buschwei­lerhof zu korrigieren. Auch in jenem Vergleich war die Elf von Cheftrainer Andy Fimian die bessere Elf gewesen – und verlor. In Buochs war es diesmal umgekehrt.