Fussball

Black, Muttenz und Dornach erleben die ganze Bandbreite der Emotionen

Muttenz’ Trainer Atilla Sahin trifft heute mit seiner Truppe im Derby auf die Black Stars.Keystone

Muttenz’ Trainer Atilla Sahin trifft heute mit seiner Truppe im Derby auf die Black Stars.Keystone

Prekär, enttäuschend, erwartungsgemäss – unterschiedlicher hätte die Vorrunde der 1.-Liga-Classic-Klubs Dornach, Muttenz und Black Stars nicht verlaufen können. Heute beenden alle drei ihr Fussballjahr 2012.

In der 1.Liga Classic kommt am letzten Spieltag vor der Winterpause mit der Partie zwischen dem zweitletzten SV Muttenz und den viertplatzierten Black Stars nochmals Derbystimmung auf. Es ist das Duell zweier Teams, welche vor zwei Wochen in einer Hochrisiko-Cup-Begegnung einen Super-League-Verein empfangen durften und entsprechend enorme organisatorische Strapazen auf sich nehmen mussten.

Aber auch sportlich zehrte das «Spiel des Jahres» an den Kräften. Attila Sahin, Trainer des SV Muttenz, führt die ungemütliche Tabellenlage seines Teams deshalb auch darauf zurück, dass seine Spieler «mit den Gedanken zu sehr beim YB-Match waren. Der Fokus auf die Meisterschaft ging etwas verloren.» Der ehemalige FCB-Profi ist aber optimistisch, dass der SV Muttenz auch in der achten Saison seit dem Aufstieg die Klasse halten wird: «Entscheidend wird sein, dass wir uns optimal auf die Rückrunde vorbereiten und dann gegen die Direktkonkurrenten wieder zu Punkten gelangen, was uns bisher ja überhaupt nicht gelungen ist.»

Der starke Aufsteiger

Erwartungsgemäss komfortabler sieht die Situation bei den Black Stars aus, obwohl sie erst auf diese Saison hin in die 1. Liga Classic aufgestiegen sind. Der Kader der ersten Mannschaft wurde von Sportchef Peter Faé über die letzten Jahre derart kontinuierlich und gezielt verstärkt, dass Trainer Samir Tabakovic bereits vor Saisonbeginn verkündete, dass er «auch in dieser Liga vorne mitspielen möchte». Der 45-Jährige rechnete aber auch damit, dass es «für die ganz vorderen Plätze wohl nicht reichen würde». Eine realistische Einschätzung, wie sich nun zeigt.

Die Black Stars dürfen sich zudem damit rühmen, den FC Zürich im Cup bis aufs Äusserste gefordert zu haben und dabei in der Meisterschaft den Tritt nicht verloren zu haben. «Mit dem Verlauf der Vorrunde bin ich zufrieden», lautet dann auch Faés Zwischenbilanz, «sowohl in Bezug auf die gezeigte Leistung als auch von der Punkteausbeute her.»

Dornach und die Krise

Geradezu prekär gestaltet sich die Lage beim dritten regionalen Erstligisten im Bunde, dem SC Dornach. Die Solothurner empfangen heute Münsingen und werden – selbst wenn sie dieses Spiel gewinnen – als Tabellenschlusslicht überwintern. Nur gerade sechs Punkte stehen ihnen zu Buche. Die Reaktion auf die sportliche Talfahrt blieb nicht aus und folgte wie praktisch immer in solchen Situationen in der Form einer Entlassung bzw. eines Rücktritts des Trainers. Der auf diese Saison hin neu verpflichtete Mario Cantaluppi verliess den Verein einvernehmlich und wurde zuerst interimistisch durch Sportchef Pascal Burger und nun durch Marcel Hottiger ersetzt. Der ehemalige Sportchef der Berner Young Boys verfügt über eine immense Erfahrung als Trainer und kennt sich im regionalen Fussball wie kein Zweiter aus. Dennoch scheint es wenig wahrscheinlich, dass dem SCD die Kehrtwende noch gelingen wird.

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