Es war ein Hammerlos – im wahrsten Sinne des Wortes. Der FC Black Stars Basel erhielt für die 1. Runde des Schweizer Fussball-Cups den FC Zürich zugelost. Die Zürcher sind am Samstag, 17. August, im Stadion Schützenmatte zu Gast. 

Lange haderte der Quartierclub damit, ob er die Begegnung überhaupt durchführen will – oder das Cupfest platzen lässt. Jetzt gibt Sportchef Peter Faé Entwarnung: «Es gab am Mittwochvormittag nochmals eine Sitzung. Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Spiel wie vorgesehen stattfinden kann.»

Auf den Heimclub kommen zahlreiche Auflagen zu. So darf er nicht wie gewohnt zu Hause im Buschweilerhof antreten. Stattdessen musste der Cup-Knaller auf die Schützenmatte verlegt werden, auf Geheiss der Polizei. Sportchef Faé hatte in einem internen Schreiben die Kosten präsentiert. Gemäss seiner Aufstellung kostet die Begegnung den Gastgeber über 100'000 Franken. Alleine für die Einsatzbereitschaft der Basler Kantonspolizei wären 86'000 Franken fällig gewesen. 

«Hat mit Volksfest nicht mehr viel zu tun»

Schon am Montag hatte das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement auf Anfrage der bz bestätigt, dass es einen Antrag beim Regierungsrat auf Erlass der Kosten für das Polizei-Dispositiv stellen werde. In der Regel komme die Regierung derartigen Begehren auch nach. 

Peter Faé sagt zur bz, man habe die Zusage des Kantons für einen Kostenerlass auch gehabt, jedoch nur mündlich. Der Club hätte aber «gerne etwas Schriftliches gehabt. Nun nehmen wir die Verantwortlichen beim Wort!»

Faé kritisiert auch, dass man für viel Geld das Stadion baulich anpassen müsse. So könnten die Zuschauer nicht die Toiletten-Anlage auf dem Stehrang benutzen. Extra für das Cup-Spiel müssen mobile WC-Häuschen erstellt werden. «Der Schweizerische Fussballverband spricht immer von einem Volksfest», sagt Faé. Spiele von Unterklassigen gegen Super-League-Vereine hätten damit aber nicht mehr viel zu tun. «Der Cup muss überdacht werden. Der Aufwand ist zu gross für die Kleinen.»

Faé erwartet zwischen 1000 bis 1200 Gästefans sowie nochmals rund 1000 eigene Supporter. Das Spiel wurde auf 17 Uhr angesetzt.

Ob die Black Stars mit einer schwarzen Null oder einem Gewinn davonkommen, steht aber laut Faé trotz des versprochenen Kostenerlasses seitens Kantons noch nicht fest. «Wir müssten sehr, sehr viele Billette verkaufen, um bei solchen Auflagen noch etwas verdienen zu können.»