«Ich zähle den FC Solothurn zu den stärksten Rivalen in dieser Gruppe 2 der 1. Liga. Sie haben sich mit zwei Topstürmern vestärkt», so Black-Stars-Trainer Andy Fimian im Vorfeld der Partie. Der frühere Nationalliga-Angreifer meinte damit Loic Chatton und Semir Bise­vac, der übrigens alle drei bisherigen Solothurn-Treffer erzielt hatte.

Dass besagter Bisevac torgefährlich ist, bekam der Gast aus Basel bereits nach elf (!) Se­kunden zu spüren. Sein Abschlussversuch prallte am Pfosten ab und weckte damit die «Schwarz-Sterne», die in den ersten 30 Minuten primär mit Defensivaufgaben beschäftigt waren. Erst kurz vor dem Pausenpfiff erspielten sich die Basler erste Tormöglichkeiten, wobei Captain Reto Friedli und Goalgetter Mickaël Rodriguez am gut reagierenden FCS-Hüter Jefferey Grosjean scheiterten.

Hin und her

Nach 50 Minuten nahm Bisevac wieder Mass – diesmal klatschte sein Scharfschuss an die Latte. Die Partie war kurzweilig, die Intensität und das Tempo hoch. Beide Teams, die zu den Gruppenfavoriten gezählt werden, zeigten allerbeste Kost, denn in beiden Reihen stehen viele Akteure, welche technisch sehr versiert sind.

Die bestens unterhalteten Zu­schauer mussten sich bis zur 73. Minute gedulden, bevor sie erstmals jubeln konnten. Bi­sevac lief sich rechts frei – und seine gut getimte Flanke spedierte Chatton mittels Kopfball zur verdienten 1:0-Führung ins Gehäuse. Die letzten 20 Minuten verkamen zu einem veri­tablen «Cup-Fight». Die Gäste aus Basel intensivierten ihre Offensivbemühungen, waren nun aber in der Abwehr auch «offen(er)», so dass die Platzherren diverse Kontermöglich­keiten hatten, um «den Sack endgültig zuzumachen», wie Solothurn-Trainer Hanspeter «Bidu» Zaugg nach Matchende erklärte.

Ein Tor des Monats 

Es war aber Einwechselspieler Aid Maliqi (19) vergönnt, in der Nachspielzeit – und mit dem letzten, verzweifelten Angriffsball – den Ausgleich zu erzielen. Das Eigengewächs des FC Black Stars setzte den Ball aus 20 Metern mit einem wuchtigen Distanzschuss ins obere Eck – ein veritables «Tor des Monates», welches zum durchaus verdienten, wenn auch vom Zeitpunkt her glücklichen Remis führte.

Nach der unerwarteten 2:4-Heimniederlage im Auftaktspiel gegen den FC Muri tut dieser Punktegewinn den «Blägg» gut. Vor allem, weil sie am letzten Montag im Cupspiel gegen den FC St. Gallen (2:3) eine Parforceleistung gezeigt hatten. Und bereits am Mittwoch hat der ambitionierte Quartierverein die Chance, im Nachtragsspiel gegen den FC Thun U21 den ersten Dreier in dieser noch jungen Spielzeit 2016/17 einzufahren. Denn alles andere als ein Spitzenrang würde nicht den Ambitionen von Sportchef Peter Faé, Trainer Fimian und der Mannschaft entsprechen.