Im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres zeigte der FC Black Stars, dass das Team zu Recht ein Kandidat für die Aufstiegsspiele zur Promotion League ist. Der Tabellenzweite setzte sich beim Sechsten Schötz klar mit 4:1 durch.

Kurz nach der Pause eröffnete Oumar Gaye den Torreigen für die seit der 30. Minute klar überlegenen Basler (51.). Dann schlug die Stunde der Black-Stars-Joker: Sowohl Artan Shillova (63.) als auch Deny Gomes (93.) brauchten nach ihren Einwechslungen nur wenige Sekunden, um zu treffen. Shillova trug sich auch noch ein zweites Mal in die Torschützenliste ein (79.), während dem Schötzer Spielertrainer André Grüter lediglich der Ehrentreffer gelang (86.).

Selbstverschuldete Niederlage der Old Boys

Alles andere als erfolgreich verlief dagegen der letzte Auftritt der Old Boys. Die Basler unterlagen beim SC Buochs gleich mit 0:4. Die Niederlage war zu einem grossen Teil selbstverschuldet. Drei der vier Tore haben wir den Gegnern geschenkt“, seufzte Rafet Öztürk. Der OB-Sportchef bezeichnete das Geschehen als „weiteres Duell zwischen 1.-Liga-Spielern und Grünschnäbeln“, wobei die unerfahrenen Gäste zum wiederholten Male die unvorteilhafte Rolle innehatten.

Dem Buochser Stürmer Patrik Gjidoda wurde es jedenfalls sehr leicht gemacht, einen Hattrick zu erzielen: Zweimal bekam er den Ball von einem Basler in die Füsse gespielt und einmal konnte er praktisch ungestört durch die OB-Platzhälfte marschieren und sich allein vor Goalie Christian Baldinger die Ecke aussuchen. Gästetrainer Aziz Sayilir nahm zur Pause drei Wechsel vor – auch eine Art, um Unzufriedenheit über die schwache Leistung zu demonstrieren.

„Es war ein ganz, ganz schlechter Match von uns“, sagte Öztürk, liess sich kurz die Hinrunde durch den Kopf gehen und kam zum Ergebnis: „Etwa die Hälfte aller Gegentore haben wir aufgrund von Juniorenfehlern kassiert!“ Deshalb überwintern die Gelbschwarzen auch auf einem Abstiegsplatz. Für den Sportchef steht jedenfalls fest, dass es Veränderungen im Kader geben wird. „Etwas mehr Erfahrung muss her!“

Unentschieden trotz starkem Auftritt

In der Promotion League ist die Winterpause noch eine Runde entfernt. Vor dem Heimspiel gegen Yverdon am nächsten Samstag hatte es der Nachwuchs des FC Basel im Tessin mit der AC Bellinzona zu tun, wobei die beiden Flügel und die Sturmspitze dieses Mal von einem Trio aus dem Fanionteam gebildet wurden. „Als U21-Trainer muss man flexibel sein“, kommentierte Arjan Peço die veränderte Offensive und attestierte Aldo Kalulu, Dimitri Oberlin sowie Afimico Pululu eine „tolle Mentalität“.

Doch trotz der prominenten Verstärkungen und klarer Dominanz kamen die in weiss gekleideten Rotblauen nicht über ein 0:0 hinaus. „Bellinzona kam in 90 Spielminuten zu einer halben Chance“, meinte Peço, der sah, wie seine Equipe den Gegner auf einem schwer bespielbaren Platz permanent in die Defensive drängte.

Zum zweiten Mal keinen Gegentreffer

Bis auf die Tatsache, dass dem FCB der erlösende Treffer nicht gelang, hatten sich die Gäste nichts vorzuwerfen. Dem 0:1 am nächsten kam Konstantinos Dimitriou kurz nach Ablauf einer halben Stunde. Der Grieche sah seine Direktabnahme nach einer Freistossflanke Bastien Conus' vom stark reagierenden ACB-Keeper Ulisse Pelloni an den Pfosten gelenkt.

Während man bei den Baslern mit der Null vorne haderte, sorgte die Null hinten für Freude. „Das war der zweite Match hintereinander, in dem wir keinen Gegentreffer kassiert haben. Das ist für eine Juniorenmannschaft in der Promotion League nicht selbstverständlich und zeigt, dass unsere jungen Spieler im Laufe der Vorrunde reifer geworden sind“, so Trainer Peço.