Das 0:8 leuchtete wenige Minuten nach Spielschluss zwar nicht mehr auf der Anzeigetafel in der Sandgrube, doch der Blick in die Gesichter der Spieler des FC Pratteln verriet, dass die Kanterniederlage auch ohne diese zusätzliche visuelle Komponente an ihnen nagte. „Wir wollten von den Black Stars lernen – und wurden vorgeführt“, analysierte Trainer Roger Iseli.

Eine halbe Stunde lang durfte der regionale Zweitligist auf eine Überraschung hoffen. Doch der (harte) Platzverweis gegen Black-Stars-Spielmacher Fatih Dogan spielte dem Aussenseiter nicht in die Karten. Die verbliebenen zehn Gästespieler brauchten gerade mal fünf Minuten, um von 1:0 auf 3:0 zu erhöhen und die Partie zu entscheiden. „Die Überzahl hat man uns gar nicht angemerkt“, gestand Iseli.

Der herausragende Akteur bei den Gästen war Mergim Ahmeti, der die ersten drei Tore erzielte und in der zweiten Halbzeit ein weiteres nachlegte. „Zu Beginn war es nicht einfach für uns“, erklärte der Mittelfeldspieler und ortete Dogans Ausschluss gar als wichtigen Faktor zum Erfolg: „Nach der Umstellung auf 4-4-1 haben wir bei Ballgewinn viel schneller den Weg nach vorne gesucht.“ Die Schnelligkeit, mit denen die Spieler des Erstligisten den Gegner ein ums andere Mal überforderten, waren sich die Prattler aus ihrer Liga nicht gewohnt. „Da hat man die zwei Klassen Unterschied gesehen“, sagte der vierfache Torschütze.

Während die Heimelf in der Defensive ihre Grenzen aufgezeigt bekam, wusste sie im Spiel nach vorne durchaus zu gefallen. Mit wenigen Ballkontakten wurde in Spitze gespielt, sodass mehr als genug Chancen für einen Ehrentreffer resultierten. Ersin Elmas hatte bei seinem Lattenschuss Pech (56.), Giuseppe Conserva scheiterte vom Elfmeterpunkt ebenso am guten Gästegoalie Eldin Beganovic (74.) wie der eingewechselte Cinar Catagay (85.). Weitaus treffsicherer zeigte sich Black-Stars-Joker Marc Troller, der nur elf Minuten nach seiner Einwechslung bereits einen Hattrick erzielt hatte.

Nachdem die Black Stars mit einer soliden Mannschaftsleistung ihre Pflicht erfüllt hatten, wurde über potenzielle Gegner in der nächsten Runde gesprochen „Ich will gegen einen Grossen spielen, am besten gegen den FC Basel“, so der Wunsch von Matchwinner Mergim Ahmeti.