Die beiden Basler Vereine FC Black Stars und Concordia starten bereits heute in den nächstjährigen Cupwettbewerb. Während in der diesjährigen Austragung gerademal die Achtelfinal-Partien anstehen, beginnt heute die Qualifikation der Erstligisten für die erste Hauptrunde im kommenden Jahr.

Die Black Stars treffen auf einen Vertreter aus dem Waadtland, Concordia auf den Ligakonkurrenten aus Solothurn. «Wir müssen nach Bavois fahren, nicht einmal hier denkt man regional», sagt Peter Fae, Sportchef der Black Stars. Dieser Unmut ist nicht unbegründet. «So kommt es unter anderem wieder zu unnötigen Kosten», wie Fae anfügt.

Seit der Saison 2012/13 wird die Qualifikation für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups in dieser Form ausgetragen. Durch Terminkollisionen mit Länder- und Europacup-Spielen wird die erste Runde rund ein Jahr vor dem eigentlichen Cupwettbewerb aufgetragen. Die zweite Runde folgt am 21./22. März.

Andere Verhältnisse

Dass sich Vereine, deren Kader im folgenden Jahr gänzlich unterschiedlich aussehen könnte, bereits ein Jahr zuvor qualifizieren müssen, sollte gemäss Fae überdenkt werden: «Der ganze Cup ist eine Farce.» Ausschlaggebend dafür sind verschiedene Punkte, wie die zusätzlichen Kosten und der fehlende finanzielle Anreiz, der eine Teilnahme mit sich bringt.

Denn auch wenn sportlich gesehen ein Super-League-Verein für einen Erstligisten eine tolle Sache ist, sind die Sicherheitskosten und Auflagen vom Verband gross. «Man muss die ganze Art dieses Wettbewerbs überdenken», gibt der Sportchef zu bedenken.

Neuer Modus gefordert

Anstatt die Vereine der beiden höchsten Ligen bereits in der ersten Runde antreten zu lassen, sollten gemäss Fae in den ersten beiden Hauptrunden die Gewinner der regionalen Cupwettbewerbe plus die Gewinner aus der Erstliga-Qualifikation gegeneinander antreten.

Dies würde insofern einen Vorteil bringen, als dass sich die grossen Vereine nicht mit den lästigen Pflichtaufgaben gegen Amateurvereine herumschlagen müssen.

Andererseits wird der Cup durch das wahrscheinlichere Erreichen der nächsten Runde für kleinere Vereine finanziell attraktiver. «Wir werden einen solchen Vorschlag an der im nächsten Monat stattfindenden 1.-Liga-Präsidenten-Konferenz vortragen», sagt Fae stellvertretend für die Black Stars.

Ganz andere Probleme

Für Reto Flury, Sportchef von Concordia Basel, hat die Qualifikation zum Cup zumindest einen positiven Aspekt: «Wir haben die Gelegenheit, ohne Druck spielen zu können.»

Für Concordia, welches zurzeit mit vier Punkten aus neun Spielen und mit einem Torverhältnis von –23 auf dem zweitletzten Platz – noch hinter der Chaos-Truppe aus Grenchen – liegt, hat die Meisterschaft momentan Priorität. «Für uns geht es um ganz andere Geschichten, da wir zurzeit andere Probleme haben», sagt Flury.