Am Ende sprachen alle Statistiken für den Nachwuchs des FC Basel, nur die Anzeigetafel zeigte ein 3:1 für den FC Wohlen an. „Nach 62 Minuten liegst du 0:3 hinten und weisst gar nicht wieso“, seufzte Arjan Peço. Das war allerdings eher eine Redensart, denn der Basler U21-Trainer kannte die Gründe: „Wir waren auf den letzten 20 Metern zu wenig entschlossen und haben hinten zwei blöde Tore kassiert!“ 

Dabei konnten die Gäste ab der 37. Minute in Überzahl – Stefano Geri war Gilles Yapi von hinten die Beine gefahren und hatte Gelbrot gesehen – versuchen, den 0:1-Rückstand wettzumachen. Doch ein Kontertor Govanni La Roccas nach einem FCB-Freistoss am gegnerischen Sechzehner (!) und ein erfolgreich abgeschlossener Sololauf von Dölf Bieri, bei dem mehrere Basler zu wenig entschlossen attackierten, brachte die Peço-Elf endgültig auf die Verliererstrasse. 

Keine Konstanz

Danach folgte zwar ein rotblaues Chancenfestival, aber lediglich Leonardo Gubinelli traf noch ins Netz (71.). Und so mussten die Basler nach zwei positiven Resultaten wieder als Verlierer vom Platz. „Da kann natürlich keine Konstanz aufkommen“, ärgerte sich Peço.

Keine Konstanz wollten hingegen eine Stufe tiefer die Old Boys aufkommen lassen, schliesslich hatten sie die letzten beiden Partien in der 1. Liga verloren. Das Vorhaben gelang, die Gelbschwarzen holten in Bassecourt den angestrebten „Dreier“. „Es war ein verdienter Sieg für uns. Wir hatten in einem recht ausgeglichenen Match ein klares Chancenplus, während der Gegner im ganzen Spiel nur zu zwei Möglichkeiten gekommen war“, fasste OB-Sportchef Rafet Öztürk die insgesamt 97 Minuten in zwei Sätzen zusammen. 

Sidy Dieng (7.) und Marius Blatter (8.) verpassten es in der Anfangsphase, die Gäste auf Siegeskurs zu bringen. Das 0:1 gelang Seydou Ouedraogo in der 28. Minute: Der Mittelfeldmann aus Burkina Faso schloss einen schönen Angriff über die rechte Seite per Kopf ab. Mit der letzten Ballberührung der Begegnung machte Kaltrim Osaj alles klar. Der Verteidiger war vom Penaltypunkt – Reginald Faria war im Strafraum gefoult worden – erfolgreich.

Unattraktiver Spitzenkampf

Die einzige Konstante im Basler Fussball auf dieser Stufe bleiben die Black Stars. Der Leader 1. Liga, Gruppe 2, wahrte auch im Duell gegen den Tabellenzweiten Biel seine Ungeschlagenheit und gewann mit 2:0. Der Spitzenkampf war allerdings nicht sehr attraktiv, unzählige Zweikämpfe und Kopfballduelle im Mittelfeld prägten das Geschehen über weite Strecken. 

„Es war sehr schwer für uns gegen diesen starken, hoch stehenden Gegner“, erklärte Samir Tabakovic. Der Trainer des FC Black Stars konnte sich aber damit trösten, dass sein Team die einzigen Möglichkeiten genutzt hatte, die ihm die Seeländer geboten hatte. In der 11. Minute platzierte Moyo Uruejoma den Ball aus 18 Metern mit dem Aussenrist im Lattenkreuz und kurz nach der Pause war Artan Shillova nach einem Corner von Ermin Alic per Kopf erfolgreich. 

Erst in der Schlussviertestunde, als bei beiden Teams die Konzentration nachliess, häuften sich die Strafraumszenen. „Wir waren etwas zu hektisch, sonst hätten wir den Match mit dem 3:0 entschieden“, bemerkte Tabakovic. Doch weil Black-Keeper Steven Oberle in der Nachspielzeit die  Abschlüsse Sylvain Moras (92.) und Labinot Shehollis (94.) glänzend parierte, blieb es beim 2:0.„Gegen Biel waren die kämpferischen Qualitäten meiner Mannschaft gefordert. Ich bin stolz, dass sie diese eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat“, freute sich Samir Tabakovic nach einem weiteren erfolgreichen Spieltag.