Auch in dieser Winterpause gab es bei den Black Stars viele Transferaktivitäten. Ein Blick auf die Kaderliste verrät, dass es Sportchef Peter Faé wiederum gelungen ist, die abgehenden Spieler mehr als adäquat zu ersetzen. Torwart Reist, Verteidiger Atici sowie die Mittelfeldspieler Boumaiza, Dogan und Persichini haben den Verein verlassen. Dafür sind die Torhüter Persichini und Autino, die Mittelfeldakteure Laurent und Rahoui sowie Angreifer Hengel neu hinzugekommen.

«Die neuen Spieler brauchen noch Zeit», so die Einschätzung von Trainer Samir Tabakovic, «ich bin aber überzeugt, dass sie uns qualitativ einen Schritt nach vorne gebracht haben.» Nicht ausser Acht zu lassen ist ausserdem, dass mit den langzeitverletzten Fazio und Cardoso zwei wichtige Spieler Anfang Rückrunde wieder eingreifen werden.

Wir werden jedes Spiel hoch konzentriert angehen

Verständlich, dass die Black Stars von ihrem erklärten Saisonziel, dem Aufstieg in die 1. Liga Promotion, nicht abweichen. Dies, obwohl sie die Vorrunde nur an fünfter Stelle, zehn Punkte hinter Tabellenführer Kriens und fünf hinter dem zweitplatzierten Zug 94, beendet haben. In Anbetracht dieses Rückstandes ist sich Tabakovic der Unabdingbarkeit eines gelungenen Rückrundenstarts bewusst. Einen Sieg am Samstag gegen das inferiore Schlusslicht Grenchen (16 Uhr, Buschweilerhof) betrachtet er denn auch als Pflichtaufgabe.

Pikantes Detail: Mit Ratici und Persichini befinden sich gleich zwei Black-Abgänge in den Reihen der Solothurner. Dass ein erfolgreicher Start in die Frühjahrsrunde alleine aber für nichts garantiert, mussten die Stadtbasler am Ende der letzten Saison auf schmerzhafte Manier erfahren. Nach einer beeindruckenden Siegesserie brachen sie auf unerklärliche Weise ein und verpassten die Aufstiegsspiele schliesslich doch noch. «Ein solches Szenario wird sich nicht wiederholen», verspricht Tabakovic, «wir werden jedes Spiel hoch konzentriert angehen». 

Missglückte Vorrunde für Concordia

Ein Blick auf die Rangliste der Gruppe 2 zeigt, dass Congeli in der Rückrunde weit mehr Punkte als in der missglückten Vorrunde sammeln muss, wenn der Traditionsklub die Spielklasse halten möchte. «Das wissen wir, und ich glaube, dass dies uns auch gelingen wird», sagt Trainer Peter Schädler, der in seiner vierten Spielzeit steht. In der Winterpause hat Concordia de facto seine ganze Stammelf verloren. Akteure, die zwar einen guten Namen hatten, ihren Leistungszenit aber längst überschritten haben.

Beweis dafür ist, dass die Routiniers wie Torhüter Stocker, Captain Gygax oder Ex-Profi Thüring zwei Klassen tiefer zu regionalen Zweitligisten gewechselt haben.
«Unser Kader umfasst jetzt 15 eigene Nachwuchsspieler, fünf Spieler vom Nachwuchs des FCB sowie drei Spieler, die Sicherheit und Stabilität (Torhüter Savanovic, Anm. d. Red.) sowie Substanz (Schneider und Turdic) mitbringen», so Schädler. Gerade der 27-jährige Tscheche Schneider könnte zu einer Trouvaille werden, der Spielmacher war in Österreich und auf Malta.

Wir sind auf Augenhöhe mit dem YB-Nachwuchs

«Wir haben jetzt nur noch Spieler im Kader, die gewillt sind, viermal pro Woche hart zu trainieren», ergänzt Trainer Schädler. Dass in der Vorrunde die älteren Semester, da ihr Fokus nicht mehr auf dem Fussball lag, nicht die Trainingsfleissigsten waren, ist ein offenes Geheimnis. Will Congeli den Abstieg vermeiden, «müssen wir bereits im Auftaktspiel gegen den YB-Nachwuchs ein Zeichen setzen. Ich glaube, beide Teams sind auf Augenhöhe», sagt Schädler. Auch er weiss, dass es desolate Auftritte wie bei der peinlichen 1:12-Heimniederlage gegen die U21 des FC Luzern nicht mehr verträgt. (gk)