Den ersten Sieg zum Start der wichtigen Schlussphase in der Meisterschaft haben sich die Leimentaler gleich selbst beschert: Nach dem unerwarteten Abgang von Niclas Andersson hat Patrick Mendelin das Team während der Festtage übernommen. Verspätetes Weihnachtsgeschenk oder verfrühtes Präsent der drei Könige? Wohl beides zusammen: Denn Mendelin bringt nicht nur sechs Schweizer-Meister-Titel mit Wiler Ersigen und Einsätze in der Schweizer Nationalmannschaft in den Thomasgarten, er kennt auch die Mannschaft durch seine Tätigkeiten als Sportchef bereits bestens.

Blitzstart der Leimentaler

Und doch wird auch er sich zum Auftakt der Partie gegen den Aufstiegsmitfavoriten Lok Reinach verwundert die Augen gerieben haben. 5:33 zeigte die Matchuhr an und der Aussenseiter aus dem Baselbiet lag mit 3:0 in Front. «Wir sind unbeschwert und mit viel Selbstvertrauen in die Partie gestartet», sagte Mendelin nach dem Spiel. Das verspätete Silvesterfeuerwerk war aber bald ausgeschossen: Bereits zur ersten Drittelpause war der Fehlstart aus Reinacher Sicht korrigiert, im letzten Durchgang vermochte man den Favoriten nicht mehr zu bremsen.

Abstiegskampf geht weiter

Erst vor einer Woche stiegen die Leimentaler wieder in den Trainingsbetrieb ein, zeigten sich aber im Vergleich zum bisherigen Saisonverlauf vor allem in der Offensive stark verbessert. «Unsere neue Spielweise ist etwas offensiver ausgerichtet», zeigt sich Mendelin erfreut. Er erhofft sich dadurch, die miserable Torquote von nicht einmal vier Treffern pro Spiel zu steigern. Eine Baustelle bleibt die Verteidigung: 75 Gegentreffer sind eindeutig zu viel. Am Samstag war es ein Gegentor in Überzahl, welches die Wende zugunsten der Aargauer herbeiführte.

Nicht weniger als acht Punkte fehlen

Mit der Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten aus Reinach bleibt die Situation in der Tabelle weiterhin ungemütlich. Der Rückstand auf den rettenden achten Rang vergrösserte sich auf acht Punkte – die Hoffnung hat man im Baselbiet aber noch nicht verloren. «Es sind noch sechs Runden zu spielen, da sind theoretisch 18 Punkte möglich», schmunzelt Mendelin.

Noch Hoffnung im Leimental

Verbesserungspotenzial sieht der Spielertrainer in der Zusammenarbeit zwischen der Defensive und der Offensive sowie im Spielaufbau: «In hektischen Situationen treffen wir oft die falschen Entscheidungen.» Zudem agierten die Leimentaler in den Schlussminuten wegen unnötiger Strafen mehrheitlich in Unterzahl, was eine Aufholjagd verunmöglichte. «Im letzten Drittel sind wir in unser altes Muster zurückgefallen», meinte Mendelin. Trotzdem: Auch dank dem neuen Star ist die Hoffnung an die Birsig zurückgekehrt.