Volleyball

Böse Überraschung für Sm’Aesch: Sieg verschenkt

Die NLA-Frauen holen nur einen Punkt gegen die Tabellenletzten aus Luzern. Dazu beklagen die Baselbieter auch Pech mit ihren Ausländerinnen.

Der neue Sm’Aesch-Trainer Alessandro Lodi ist wahrlich nicht zu beneiden. Trotz guter und intensiver Saisonvorbereitung verlief der Meisterschaftsauftakt nicht wunschgemäss. Dies hatte weniger mit der Leistung seiner Spielerinnen zu tun, sondern ist vor allem auf die Verletzungen im Team zurückzuführen. Vor allem auf der wichtigsten Position, dem Zuspiel kam es zu grösseren Problemen. Lina Sundström, x-fache schwedische Nationalspielerin, konnte aufgrund einer Fussverletzung ihr Potenzial noch nicht ausschöpfen, und wird das in Zukunft auch nicht mehr machen können, da sie den Verein auf eigenen Wunsch bereits wieder verlassen hat. Die aus den USA geholte «Ersatz»-Passeuse Caithlyn Donahue, verletzte sich bereits bei ihrem ersten Einsatz vergangene Woche im Spiel gegen Köniz. Zum Glück für das Birstaler Kombinat konnte die 22-Jährige im wichtigen Heimspiel gegen Aufsteiger Luzern auflaufen.

Der Startsatz des Heimteams war dann allerdings zum Vergessen. Erst beim Rückstand von 11:18 schien Sm’Aesch den Ernst der Lage begriffen zu haben und drehte vor allem dank Punkten von Topskorerin Kayla Neto mächtig auf und kam in der Folge sogar zu zwei Satzbällen, die allerdings nicht verwertet werden konnten. So ging dieser Satz doch noch an den überraschend frech aufspielenden Aufsteiger aus der Innerschweiz.

Starker zweiter Satz von Sm’Aesch

Nach dem verkorksten Beginn schaltete das Heimteam mehr als einen Gang nach oben und fegte die Luzernerinnen gleich mit 25:13 vom Feld und schaffte damit den Satzausgleich. Bemerkenswert war dabei die Tatsache, dass beim Spielstand von 22:10 die erst 18-jährige Audry Wallnöfer zu ihrem Nationalliga-A-Debüt kam und gleich mit ihrem ersten Angriff punktete. Auch im dritten Satz bestimmten die Gastgeberinnen das Spielgeschehen und lagen meist mit fünf Punkten voran. Die absolut verdiente Satzführung war danach die logische Folge und ein klarer Heimsieg schien zum Greifen nah. Doch die Luzernerinnen liessen sich nicht unterkriegen und zeigten jetzt vor allem in der Feldabwehr eine grossartige Leistung. Sm’Aesch fiel in ein spielerisches Loch und konnte den Satzausgleich nicht mehr abwenden.

Auch im Tie-Break begingen die klaren Favoritinnen Fehler über Fehler und der Gegner sicherte sich die zwei zu vergebenden Punkte. Auch Sm’Aesch-Captain Laura Tschopp suchte nach dem verlorenen Spiel nach Worten: «Bei einem komplett neu zusammengestellten Team muss man mit einem solchen Auf und Ab rechnen. Zudem haben die meisten Spielerinnen keine Nationalliga-A-Erfahrung. Auch die Umstellung auf eine neue Zuspielerin kann nicht innert ein paar Tagen klappen.»

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