FC Basel
Boëtius tritt gegen den FCB nach: «Ich war der Einzige mit ein wenig Charakter»

Kurz nach seinem Wechsel nach Genk wettert der Offensivspieler Jean-Paul Boëtius gegen den FC Basel. Der Holländer sei der einzige Spieler mit Rückgrat gewesen.

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Jean-Paul Boëtius (l.) hat nach seinem Wechsel zu KRC Genk nicht viel Gutes für den FCB übrig.

Jean-Paul Boëtius (l.) hat nach seinem Wechsel zu KRC Genk nicht viel Gutes für den FCB übrig.

Keystone

Knappe zwei Wochen ist es her, da trainierte Jean-Paul Boëtius noch beim FC Basel. Jetzt, kaum bei seinem neuen Verein KRC Genk angekommen, an den er bis zum Saisonende ausgeliehen ist, tritt er bereits gegen seine Ex-Teamkollegen aus Basel und FCB-Coach Urs Fischer nach.

Und das, obwohl der 22-jährige Holländer vertraglich noch bis 2019 an die Basler gebunden ist. «Vielleicht habe ich als Person nicht in die Schweiz gepasst, weil es charakterliche Unterschiede zwischen Schweizern und mir gibt», sagt er gegenüber dem holländischen Onlineportal «voetbal international». «Schweizer sprechen von Natur aus weniger. Sie sind Ja-Sager.»

So würden die Spieler einfach nicken, wenn der Trainer eine Anweisung gibt. «Das ist schön für den Trainer. Er gibt einen Befehl und sie tun es, ohne zu hinterfragen, warum sie es tun sollten. Das sei bei ihm ganz anders gewesen.

«Ich war der Einzige mit ein wenig Charakter. Wenn ich etwas wissen wollte, fragte ich. Wenn ich nicht mit allem einverstanden war, sagte ich es.» Immer wieder habe er Fischer nach dem Sinn von Übungen gefragt. Nicht, weil diese langweilig gewesen seien, sondern aus reinem Interesse. «Er war nur wenig amüsiert darüber.

Vielleicht hat das der Beziehung zwischen dem Trainer und mir nicht gerade geholfen.» Auf die aus Belgien kommende Kritik angesprochen sagte Fischer gestern nur so viel: «Wenn einer eine ganze Mannschaft als charakterlos bezeichnet, dann muss man dazu eigentlich nichts mehr sagen. Dann können wir dieses Thema abschliessen.» (CFE)

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