Es war wieder einmal eine gelungene Show im Frenkendorfer «Wilden Mann». Die «Night of Fight» stand diesmal unter dem Motto «Box & Rock». Die kurzfristig eingesprungene Rockband «Es Brennt – Was Tun?», sorgte für abwechslungsreiche Musik und die Boxkämpfe für gute Stimmung. Und es muss nicht unbedingt einer der Klitschkos im Ring stehen: «Noble Art Boxing» verstand es wieder einmal, mit ambitionierten Amateuren ein spannendes Meeting zu organisieren.

Für einmal gab es keinen Sieg für einen der erfolgsverwöhnten Frenkendorfer Lokalmatadoren des «Noble Art Boxing». Immerhin rettete aber Tina Asmussen vom RB Basel mit einem klaren Punktesieg gegen die Deutsche Katherina Hühn die Basler Ehre.

Feuertaufe für Amos Tschopp

Für den erst 17-jährigen Liestaler Amos Tschopp war es so etwas wie die Feuertaufe. Erst mit dem Gewinn des Schweizer Meistertitels bei den Junioren ist er vor kurzem auf den Radar der Szene gerückt.

Um es vorwegzunehmen: Der Hipe bekam ihm nicht genug. Amos Tschopp wirkte etwas zu motiviert, nervös und blockiert zugleich. Obwohl er recht gut begann und nach Punkten in Führung gehen konnte, kam er in der zweiten und dritten Runde gegen den souverän wirkenden und sehr starken Gegner unter die Räder.

Das Potenzial ist da

Der junge Schweizer Meister im Halbweltergewicht war am Ende selber am meisten enttäuscht über seine Niederlage. «Ich hätte mehr machen müssen, ich bin gar nicht richtig erschöpft und das ist ein Zeichen, dass ich viel zu spät ans Limit gegangen bin. Eigentlich bin ich gar nie wirklich aufs Ganze gegangen, und das ärgert mich am meisten», analysierte Tschopp seinen Kampf. «Jetzt hoffe ich, dass mir Gregor Stadelmann möglischst schnell wieder einen Kampf organisieren kann, damit ich diese Niederlage vergessen kann.»

Am liebsten möchte er bereits nächstes Jahr bei der Elite Schweizer Meister werden. Für seine rasanten Fortschritte hat er eine einfache Erklärung: «Ich habe mit Michael Sommer einen der besten Trainer der Welt und werde von Noble Art Boxing fantastisch unterstützt.»