FC Basel
Breel Embolo wieder komplett fit - Daniel Hoegh muss unters Messer

Die Nati-Pause ist vorbei. Vor der Wiederaufnahme des Ligabetriebs gibt es sowohl gute als auch schlechte Neuigkeiten: Breel Embolo konnte regenerieren und steht dem FCB zur Verfügung. Bei Daniel Hoegh hingegen ist eine Operation unumgänglich.

Céline Feller
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Daniel Hoegh (hier im Zweikampf mit Renato Steffen von YB) fällt für den Rest der Hinrunde aus. Der Däne muss sich am Meniskus operieren lassen.

Daniel Hoegh (hier im Zweikampf mit Renato Steffen von YB) fällt für den Rest der Hinrunde aus. Der Däne muss sich am Meniskus operieren lassen.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Zwei Wochen sind seit dem letzten Spiel des FC Basel vergangen, jenem gegen GC, nach dem viel mehr über fragwürdige Schiedsrichter-Entscheide als über die willensstarke Leistung der Basler in der zweiten Halbzeit gesprochen wurde.

Seither ruhte der Ligabetrieb. Morgen startet die Super League in ihre finale Phase der Hinrunde, die letzten drei Spieltage stehen an. Für den FC Basel geht es nach der Nati-Pause nun am Sonntag nach St. Gallen (13.45 Uhr).

Auch wenn die Nati-Pausen bei den Clubs oft nicht sehr gerne gesehen sind, kam diese dem FCB sehr gelegen. Die Liste der verletzten Spieler wurde immer länger. Nach dem letzten Spiel musste sich auch noch Breel Embolo wegen Schmerzen in der Patella-Sehne von der Nationalmannschaft abmelden. Schon etwas länger rekonvaleszent sind Matias Delgado und Walter Samuel. Die beiden konnten die Pause optimal nutzen. Für Samuel kommt das Spiel am Sonntag dennoch zu früh. «Er ist aber kurz vor dem Wiedereinstieg in das Mannschaftstraining», so Cheftrainer Urs Fischer.

Etwas weiter ist Matias Delgado. Ob es für ihn ins Aufgebot am Sonntag reicht, ist noch unklar. «Er absolviert heute Freitag die letzten Tests. Dann schauen wir, wie er darauf reagiert. Es sieht aber sehr gut aus bei ihm.» So sei ein Aufgebot zwar nicht ausgeschlossen, obschon Fischer gleich selber relativiert, dass «jedem Spieler nach einer Verletzung das eine oder andere Training mit der Mannschaft nicht schadet».

Vorrunden-Aus für Hoegh

Während bei den beiden Routiniers also noch nicht klar ist, wann sie definitiv wieder spielen können, steht einem Einsatz von Breel Embolo nichts im Weg. «Ihm geht es sehr gut, die Schmerzen sind komplett weg. Es war ein absolut richtiger Entscheid, dass er nicht zur Nati gefahren ist. Es war wichtig für Breel.»

Weitere positive News gibt es von den Nationalspielern: «Es ist keiner von ihnen verletzt zurück gekommen», so ein erleichterter Fischer. Auch Marc Janko, der gegen die Schweiz wegen Nackenproblemen passen musste, ist fit. «Das war eine reine Vorsichtsmassnahme, dass er nicht gespielt hat. Es war ein Freundschaftsspiel, da muss die Vernunft siegen.»

Und die Vernunft, die hat auch bei Daniel Hoegh gesiegt. Der Däne muss am Meniskus operiert werden. «Das ist eine Geschichte, die er schon länger mit sich herum trägt», so Fischer. Genauer gesagt seit dem Trainingslager am Tegernsee. Nun wurde der Planung des FCB und des Spielers, die Operation auf Ende der Hinrunde hinaus zu schieben, ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die Schmerzen am rechten Knie, das Hoegh in seinen letzten Einsätzen auch immer wieder tapen musste, sind stärker geworden - zu stark. «Die Vorrunde ist für ihn gelaufen.» Das einzig Positive an dem früher als geplant stattfindenden Eingriff sei, dass Hoegh somit bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs am 4. Januar wieder voll fit sein sollte.

Doch der Ausfall Hoeghs wiegt doppelt schwer: weil Samuel wie erwähnt noch nicht fit ist, bleiben dem FCB nur zwei Innenverteidiger: Marek Suchy und Manuel Akanji. Sollte einer von ihnen ausfallen oder eine Pause benötigen, hat Fischer aber bereits einen Plan: «Wir haben schon noch Möglichkeiten. Taulant Xhaka hat diese Position schon x-Mal gespielt, Michi Lang haben wir auch noch.» Keine Option ist hingegen Ivan Ivanov. Auch wenn der Bulgare wieder mit der U21 spielt, «fehlt ihm einfach noch zu viel, als dass er ein Thema sein könnte», so Fischer.

Obwohl er immer wieder zum Einsatz komme in der FCB-Reserve, seien die Fortschritte, die er erzielt hat, relativ gering. «Wir hatten gehofft, dass er schneller zurück kommt, aber das ist nicht der Fall.» Ivanov habe immer noch Probleme bei Drehungen, bei Aktionen, die Kraft benötigen, und mit der Explosivität.

Leistung bestätigen

Nach der Buchhaltung über den Zustand der verletzten Spieler fand Fischer auch noch Zeit, seine Einschätzung des nächsten Gegners zu teilen. Seit dem letzten Aufeinandertreffen (2:1 für den FCB) hat sich bei den St. Gallern die Personalie Trainer nämlich geändert: Nicht mehr Jeff Saibene, sondern Joe Zinnbauer ist neu der Chef. «Rein vom System her spielen sie aber nicht viel anders», so Fischer. Er erwarte, dass sie in einem 4-4-2 oder einem 4-4-1-1 antreten werden.

Ausserdem hat sich Fischer das letzte Spiel der St. Galler (gegen Luzern) genauer angeschaut. Fischer hat dort eine Mannschaft gesehen, die sehr hoch gestanden ist, den Gegner früh gestört hat, unermüdlich war und immer wieder gefährlich aufgetaucht ist. «Deshalb wiederhole ich mich und sage: das gibt wieder kein einfaches Spiel.»

Für den FCB gelte es, die Leistung vor allem aus der zweiten Halbzeit gegen GC zu bestätigen. Dann liegt der 13. Sieg im 16. Spiel drin.

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