Dank einer Streckenänderung führte der 8. Basler Bruggelauf im Sinne des Hits «Über sieben Brücken musst Du geh’n» des deutsch-rumänischen Sängers Peter Maffay erstmals in der Hauptkategorie über sieben Brücken. Mit der Minischlaufe nach Birsfelden, um die sicherheitstechnischen Aspekte zu verbessern, querte der Lauf nebst fünfmal den Rhein neu zweimal die Birs. Die Streckenlänge von zehn englischen Meilen (16.1 km), gesplittet in eine Altstadt- sowie eine grosse und kleine Rheinrunde, blieb unverändert.

Zweikampf mit Asmelash

Dies hinderte das eritreische Vorjahres-Siegerduo Brhane Oqubit (Niederdorf) und Merhawi Asmelash (Dornach) nicht, wieder souverän die ersten Plätze zu belegen. Der 35-jährige Oqubit setzte mit 50.26,5 eine beachtliche Marke. «20 Minuten liefen wir zusammen, dann konnte ich mein Rennen schneller machen und davon ziehen», sagte der Sieger. «Weil es nicht zu heiss, aber auch nicht zu kalt war, waren es für mich gute Verhältnisse», ergänzte der Eritreer. Die Organisatoren gaben 25 Grad an. Sein zwölf Jahre jüngerer Landsmann Asmelash beendete die Altstadtrunde nur 0,3 Sekunden langsamer, büsste aber in der grossen Rheinrunde 54 Sekunden ein.

Michiel Zersenay überzeugt

In der kleinen Rheinrunde lief er hinter dem Bad Säckinger Felix Köhler gar nur die drittbeste Teilzeit. «Das Tempo war für mich zu hoch und ich hatte deshalb keine Chancen», sagte Asmelash. In ihrem Schatten deutete der Riehener Michiel Zersenay Potenzial für die Zukunft an. Als erst 15-Jähriger lief er mit einem Rückstand von 6.23,8 als Fünfter über die Ziellinie.

Für Nicole Moscioni (Möhlin) war der Frauenlauf eine klare Sache – 1:02.57,2 und 2.30,5 Vorsprung. «Ich habe bei der ersten Kurve Sandra Beck kurz hinter mir gesehen und versuchte dann meine Pace zu halten», gab die Siegerin zu Protokoll. Die 41-Jährige gab zudem als Geheimrezept an, immer im Schatten gelaufen zu sein. Mit ihrem zweiten Platz war Sandra Beck zufrieden. «Ich bin mit einer Migräne aufgewacht und es war deshalb sehr anstrengend, denn ich kam nie ins ‹Fliegen›», erklärte die 45-jährige Stadtbaslerin.

Jahrgänge 2010 bis 1938

Nicht alltäglich, dass der Ehrenstarter, der basel-städtische Regierungsrat Baschi Dürr, nicht nur den Startschuss abgab, sondern sich mit der Nummer 437 umgehend in die Läuferschar einreihte. Den Bruggelauf beendete der sportliche Magistrat im 212. Rang in 1:18.35,4. «Ich war schneller als ich gedacht hätte und es herrschte eine gute Stimmung», genoss es Dürr.

Von den Jüngsten mit Jahrgang 2010 bis zu den Ältesten 1938 (!) geboren, starteten insgesamt 855 Personen über die fünf Laufdistanzen.