Gerademal vier Minuten dauerte es, bis der FC Bubendorf mit einem herrlich herausgespielten und vom linken Flügelspieler Fabian Kohler gekonnt abgeschlossenen Angriff die Oberdorfer Defensive zu überwinden und die Führung zu erzielen vermochte. Nicht wenige der 230 Zuschauer auf dem verregneten Z’Hof erwarteten nun ein packendes, chancenreiches Derby, zumal die Gastgeber sowohl bei ihrem letztwöchigen Auftritt in Birsfelden (4:4) als auch beim 4:3-Heimsieg gegen den FC Arlesheim eine Woche zuvor zumindest von der Anzahl Tore her zwei spektakuläre Spiele ablieferten.

Mehr Ballbesitz für FCO

Das physisch starke Heimteam von Trainer Mario Di Meo verzeichnete in der Folge zwar etwas mehr Ballbesitz als die Gäste, bekundete aber grosse Mühe, zu Torchancen zu gelangen. Dennoch traf der stark aufspielende Mittelfeldregisseur Ivan Palesko zehn Minuten vor dem Pausenpfiff mit einem platzierten und satten Weitschuss aus gut 20 Metern zum Ausgleich. «Wir waren heute schlicht und einfach effizienter als der FC Bubendorf», meinte der Torschütze unmittelbar nach Spielschluss.

Fehlzuspiele auf beiden Seiten

In der Tat neutralisierten sich die beiden Mannschaften auch nach dem Seitenwechsel weitgehend schon im Mittelfeld. Die Bubendörfer führten zwar die etwas feinere Klinge, ihre Angriffsversuche verpufften aber genauso in Fehlzuspielen und Missverständnissen wie diejenigen der Hausherren.

Güngerich mit Platzwunde ausgeschieden

Letztere mussten zudem kurz nach Wiederanpfiff Yannick Güngerich auswechseln lassen. Der Abwehrchef holte sich nach einem Zusammenstoss, der eine gut zehnminütige Unterbrechung mit sich zog, eine tiefe Platzwunde am Kopf und wurde durch Stefan Gehrig ersetzt. «Das war natürlich ein herber Schlag für uns», so Palesko. «Wir konnten uns aber gut davon erholen und haben eine starke Reaktion gezeigt.»

Henz schliesst kaltblütig ab

Damit meinte er vor allem die Aktion von Stürmer Michael Henz, der nach etwas mehr als einer Stunde der FCB-Abwehr entwischte und das Leder kaltblütig am chancenlosen Torhüter Sascha Wieland vorbei in die lange Ecke zur umjubelten Führung einschob.

Bubendorfs Schlussfeuerwerk verpufft

Je länger das Spiel dauerte, desto offensiver agierten die Bubendörfer. In der Schlussphase warfen sie praktisch alles nach vorne. Mehr als ein knapp übers Tor geflogener Kopfball von Innenverteidiger Adnan Ercedogan sowie ein von Torwart Stiven Savic gefährlich ins Gewühl vor sich abgewehrter Freistoss des eingewechselten Patrick Hersperger schaute aber nicht heraus. Die drei Punkte gingen somit an das effizientere und vielleicht auch etwas willensstärkere Oberdorf.