Yannick Gruel, Sie haben letzten Sommer in Luzern die Ausbildung zum Berufspolizisten begonnen. Wie sieht ihr Programm genau aus?

Yannick Gruel: Von Montag bis Freitag absolviere ich hier die Grundausbildung zum Polizisten. Wir haben Schusstraining, lernen rapportieren, den psychologisch richtigen Umgang mit den Menschen und vieles mehr.

Vermissen Sie Ihr Zuhause?

Es geht, ich habe ein gutes Team und es macht mir enorm Spass. Ich habe meine Berufung gefunden. Aber was mir sicher fehlt, ist meine Mannschaft.

Womit wir beim Thema wären. Sie trainieren nicht mit ihrem Verein, geniessen aber dennoch das vollste Vertrauen von Trainer Ergün Ercedogan.

Er sieht, dass ich fit bin und alles gebe. Wenn jedoch jemand aus der Mannschaft unzufrieden damit ist, dass ich immer spiele, hätte ich kein Problem, auf der Bank zu sitzen.

Die Mannschaft steht aber geschlossen hinter ihnen.

Ich denke meine Leistungen auf dem Platz stimmen. Solange ich ihnen helfen kann, wird sich an ihrem Zuspruch wohl auch kaum etwas ändern. Ausserdem bin ich im Sommer zurück in Basel und werde wieder mit den Jungs trainieren können.

Hat sich an Ihrer Fitness etwas verändert?

Ich fühle mich körperlich noch fitter als vor der Ausbildung. Wir machen hier sehr viel Sport, bis zu vier Stunden pro Tag.

Durch Ihre Abwesenheit unter der Woche haben Sie die Cup-Spiele bis jetzt verpasst. Nun steht Bubendorf im Halbfinal gegen Dardania. Mit oder ohne Yannick Gruel?

Für diesen Match komme ich nach Hause. Ich werde mein Bestes geben. Und ich bin mir sicher, dass wir mit unserer enorm starken Truppe den Pott holen.

Auch im Falle dass man im Finale auf den 2.-Liga-Leader SC Binnigen trifft?

Ja, absolut. Wir haben gezeigt, dass uns Binningen liegt.

Und wie sehen Sie die Ausgangslage vor dem heutigen Heimspiel gegen Birsfelden?

Birsfelden braucht noch dringend Punkte. Es wird ein spannender Kampf, keinesfalls ein Selbstläufer.

Eine letzte Frage. Bubendorf steht auf dem 3. Platz einer starken Liga. Verdient?

Natürlich. Es erstaunt mich überhaupt nicht. Wir gehören genau da hin, wo wir jetzt sind.