Kurzfutter vor Thun

Cabralsche Verträge, Thuner Systemwechsel und ausbleibende Vertragsgespräche

Arthur Cabral tut dem FCB-Spiel gut. Sein Vertrag sorgt für Gesprächsstoff.

Arthur Cabral tut dem FCB-Spiel gut. Sein Vertrag sorgt für Gesprächsstoff.

Am Samstag trifft der FC Basel um 19 Uhr im Joggeli auf den FC Thun. Diese Themen geben vor dem Spiel zu reden.

Arthur Cabral zeigte gegen den FCZ, wie wichtig er für Basel ist. Noch ist aber unklar, wie es mit ihm weiter geht. Die Leihe läuft im Sommer aus. Der FCB hat im Vertrag allerdings eine Kaufoption festgeschrieben. Brasilianische Medien schreiben sogar von einem Kaufzwang, sollte Cabral mehr als zwölf Tore für den FCB schiessen. Aktuell steht er bei acht. Wie viel Cabral kostet, ist nicht abschliessend bestätigt. Je nach Quelle sind es fünf bis zehn Millionen Franken. Die kleiner Zahl dürfte realistischer sein. Egal, wie viel Moneten am Ende für Cabral über den Tisch fliessen, ob freiwillig, unfreiwillig oder gar nicht. Eines steht fest: Marcel Koller wird auf die cabralschen Klauseln keine Rücksicht nehmen. Das stellte er auf auf Nachfrage an der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Thun klar.

Der FC Thun ist zwar immer noch Tabellenletzer, dafür aber gut in die Rückrunde gestartet: Mit zwei Siegen aus drei Spielen. "Der Gegner hat das System etwas geändert und er wird sich wehren", warnt Marcel Koller. "Es gilt, die Spannung hochzuhalten. Wenn jeder denkt, der Tabellenletzte kommt, klappt das nicht. Wir brauchen genau den Einsatz von letzter Woche", so Koller weiter.

Bislang hat der FCB etwas mehr als 20'000 Tickets für das zweite Heimspiel im Jahr 2020 verkauft. Die Kulisse dürfte daher ähnlich aussehen, wie gegen St. Gallen.

Fehlen, wird neben Kevin Bua, Jasper van der Werff und Zdravko Kuzmanovic auch Ricky van Wolfswinkel. Der Holländer muss nach seinem Comeback gegen den FCZ wieder etwas Kürzer treten. Medizinische Abklärungen haben ergeben, dass ein Arm des behandelten Aneurysmas etwas weniger gut durchblutet ist, weshalb van Wolfswinkel weitere vier Wochen auf Kopfbälle und Zweikämpfe verzichten muss. Der Rückfall kann etwas mit der Belastung aus dem FCZ-Match zu tun haben, er kann aber auch völlig zufällig passiert sein. 

In der kommenden Woche geht die Europa-Reise für den FCB in Zypern weiter. Das Hinspiel der Sechzehntelfinals gegen Apoel Nikosia steht an. Marcel Koller hat den Gegner schon beobachtet, doch Spieler wird er für die Europa League nicht speziell schonen. 

Bleibt Koller oder bleibt er nicht? Die mittlerweile scheinbar ewige Frage bleibt weiter ungelöst oder zumindest unkommuniziert. Auf die Frage, ob Marcel Koller in diesem Jahr Gespräche über seine Zukunft beim FCB geführt habe, lautet die Antwort des Trainers kurz und einfach: "Nein."

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