In der Eröffnungspartie zwischen dem Schweizer Serienmeister Volero Zürich und Dinamo Bukarest zeigten die Zürcherinnen eine Klasseleistung und waren den Rumäninnen in fast jeder Phase des Spiels überlegen. Unter der Regie ihrer japanischen Passeuse Naoko Hashimoto punkteten die 18-jährige Karla Klaric und Nadja Ninkovic (21) nach Belieben.

Einen Extraapplaus gab es im zweiten Satz für die Kubanerin Nancy Carillo de la Paz, als ihr das seltene Kunststück von drei Assen in Folge gelang, was in etwa mit einem Hattrick im Fussball zu vergleichen ist. Nach diesem schnellen 0:2-Rückstand fand Bukarest in der Folge etwas besser ins Spiel und konnte vor allem dank verbesserter Blockarbeit satzmässig verkürzen. Doch im vierten Satz übernahm das Schweizer Topteam wieder das Zepter und sicherte sich den verdienten Sieg. Nach diesem deutlichen Erfolg und der Niederlage von Dinamo gegen Sao Paulo am frühen Abend, steht das Team von Trainer Dragutin Baltic bereits im Halbfinale.

Spiel auf höchstem Niveau

Ein erster Höhepunkt folgte dann schon im zweiten Spiel der diesjährigen Ausgabe des Top-Volley. Mit den designierten Publikumslieblingen vom RC Cannes und Galatasaray Istanbul standen sich zwei Mannschaften gegenüber, welche auch in den Champions League-Playoffs stehen. Schon bei den Mannschaftsaufstellungen lacht bei jedem Volleyballfans das Herz. Namen wie Victoria Ravva, Nadia Centoni und der Ex-Volero-Angreiferin Brankica Mihajlovic auf Seiten der Südfranzösinnen sowie Rosir Calderon, Neriman Oezsoy und Simone Gioli bei den Türkinnen stehen quasi für Weltklasse-Volleyball.

Im ersten Satz wusste das Team von der Côte d’Azur vor allem im Angriff zu überzeugen. Passeuse Ana Antonijevic verteilte die Bälle variabel und die hochkarätigen Angreiferinnen liessen den türkischen Block oftmals schlecht aussehen. Auch in zweiten Satz änderte sich das Spielgeschehen kaum, sodass auch dieser Durchgang mit dem gleichen resultatmässigen Verdikt an den RC Cannes ging.

Doch nach diesem Rückstand reagierten die Frauen vom Bosporus und kamen immer besser in Fahrt. Unter der Regie von Passgeberin Eleonora Lo Blanco liessen sie bei den zahlreichen türkischen Fans in der Halle wieder Hoffnung aufkeimen. Doch trotz Satzgewinn und einem tollen Finish im vierten Durchgang (vom 19:23-Rückstand zum 25:25) war es einmal mehr die «Grand Dame» des französischen Volleyballs Ravva (37), die in diesem Spiel mit ihren Big Points letztlich den Unterschied ausmachte.

Brasilianischer Zauber

Gespannt war man im ersten Abendspiel auf den Auftritt der Brasilianerinnen aus Sao Paulo mit ihren drei Olympiasiegerinnen von London 2012. Und die Südamerikanerinnen enttäuschten ihren Anhang nicht und liessen den bedauernswerten Dinamo-Spielerinnen nicht den Hauch einer Chance.

Fabiana, Dani und Tandara, wie die Volleyballerinnen mit ihren «Künstlernamen» heissen, tanzten für einmal Samba auf dem Volleyballfeld. Unglaublich harte Schmetterbälle, kaum zu durchdringende Blocks und vor allem auch die trotz ihrer Grösse enorme Beweglichkeit zeichneten die erst im Jahr 2011 gegründete Mannschaft aus. Das Verdikt in drei Sätzen war ziemlich deutlich und die Ambitionen auf den Turniersieg damit unterstrichen.