Seit dem Aufstieg in die Nationalliga A vor vier Jahren mischten die Carnivals Liestal jedes Jahr um nationales Edelmetall mit. Vor zwei Jahren als Schweizer Meister gefeiert, mussten sie sich im 2014 mit Bronze zufrieden geben. Auch dieses Jahr qualifizierte sich das junge Team mit Céline Walser, Sara Guebey, Nadia Pfister und Spielercoach Bea Walser für die Playoffs der besten vier.

Trotz einem sehr erfolgreichen Saisonauftakt wirkte sich die Absenz von Routinier Sara Guebey in den letzten beiden Qualifikationbegegnungen aus und die Carnivals Liestal zogen als Viertplatzierte in die Playoffs ein. Im ersten Halbfinalspiel traf sodann Céline Walser auf Gaby Huber-Schmohl aus Winterthur. Dieselbe Begegnung konnte Walser im Finalspiel an den Einzel-Schweizermeisterschaften vor einer Woche noch für sich entscheiden.

In Uster jedoch musste sich die 16-jährige Baselbieterin klar mit 9:11, 4:11 und 3:11 geschlagen geben. Trotz zwölfjähriger Routine im Leistungssport unterlag ebenso Guebey ihrer Kontrahentin Pamela Hathway. Der Sieg im dritten Spiel von Nadia Pfister war sodann blosse Resultatkosmetik. «Ich habe selbst nicht sonderlich gut gespielt», bilanzierte Céline Walser, «ich bin mit dem Court einfach nicht klar gekommen, der Ball springt hier ziemlich fest.» Die vielen Eigenfehler hätten dann zum Resultat geführt.

Ungebremster Siegeshunger

«Als Sportlerin möchte man immer gewinnen», mit dieser Motivation spielte Nadia Pfister (19) sodann auch den kleinen Final am Samstag. Wie auch im Halbfinal konnte sie ihr Match im kleinen Finale gewinnen. Der klare 3:1-Sieg von Céline Walser sicherte den Liestalerinnen mit der Bronzemedaille einmal mehr nationales Edelmetall.  «Heute wollten wir unbedingt gewinnen», betonte Walser, «als Viertplatzierte in der Qualifikation ist der dritte Schlussrang doch auch sehr gut, ich freue mich über die Medaille.»

Für Sara Guebey waren diese Playoffs eine eigentliche Abschiedstournee. «Ich habe gesagt, bis die dritte Juniorin bereit ist, spiele ich mit», meinte sie, «dies ist nun der Fall.» Grosse Enttäuschung machte sich auch bei ihr nicht bemerkbar, sei doch zu Beginn der Saison noch der Einzug in die Playoffs als Ziel gesetzt gewesen. «Um den Halbfinal zu gewinnen, hätten wir gegen Winterthur alle eine Top-Leistung zeigen müssen, es kann halt auch in die Hose gehen», nahm sie die Niederlage sportlich.

Auch Nadia Pfister kann sich ob der bronzenen Auszeichnung freuen. «Das vierte Mal hintereinander ohne Ausländerin im Team in die Podestplätze zu kommen ist doch gut», zog sie ihr Fazit. Inwiefern Liestal in die nächste Saison startet, ist hingegen ungewiss. Pfister schliesst im Dezember das Sportgymnasium ab und ist sich über die nähere Zukunft noch ungewiss, Walser hat einem längeren Aufenthalt in England geplant und Guebey hängt das Racket an den Nagel. «Wie es genau weitergeht, müssen wir besprechen, für unser Team jedoch war dieser dritte Rang an diesen Interclub-Schweizermeisterschaften ein guter Abschluss», betonte Walser.