Im Schlussgang des Frühjahrsschwingets in Oberdorf warf Cédric Huber im ersten Zug Patrick Waldner aus Büren mit einem sehenswerten Kurzzug platt. Waldner, der noch nie in einem Schlussgang stand, fiel dadurch auf Rang fünf zurück. Hinter Huber klassierten sich Henric Thönen, Binningen, als Zweiter und Michael Gschwind, Hofstetten, als Dritter.

Huber, der nominell stärkste Baselbieter Schwinger, war hochzufrieden, umso mehr er nach der Auftaktniederlage geben Thönen nicht mehr an den Vollerfolg glaubte. «Diesen Sieg schenke ich jetzt meiner Mutter, die Geburtstag hat. Und natürlich auch meiner Freundin Sandra, die mir heute Morgen als ‹Doping› eine Honigschnitte zubereitet hatte.» Huber kämpfte nach den «Tauchern» zu Beginn tadellos und holte fünf Höchstnoten. Im Rahmen dieser Gänge band er gute Athleten zurück, beispielsweise Christian von Arx und den Stadtbasler David Sigg, der bei seinem Comeback Vierter wurde.

Voggensperger überrascht

Patrick Waldner von gastgebenden Bezirks-Schwingklub Waldenburg freute sich trotz der Niederlage in der Schlusspartie. «Ich habe heute eine solche starke Leistung nicht erwartet. Das Resultat gibt mir jetzt einen Motivationsschub für die kommenden Kranzfeste und im Speziellen natürlich für das Basellandschaftliche.» Dass Waldner letztlich so gut war, verdankt er seinem wegweisenden Sieg im fünften Gang gegen Remo Kocher, Hofstetten. Waldner erwischte Kocher gegen Ende des Kampfs eiskalt, indem er einen Angriff seines Gegners mit einem Gammen und Nachdrücken am Boden konterte. Der zweite Rang von Henric Thönen, der für den Schwingerverband Basel-Stadt die Zwilchhosen anzieht, durfte ebenso erwartet werden wie der dritte Rang von Michael Gschwind. Nicht so aber die Leistung des Nachwuchsmanns Janic Voggensperger. Als Vierter, bei nur einer Niederlage gegen Roger Erb, setzte er eine nachhaltige Duftmarke.

Sehr gut besucht

Der Schwinget vor 600 Zusehern war der erwartet gute Saisonstart im Baselbiet. Er kam beim Publikum wie bei den Ehrengästen, unter ihnen Gemeindepräsident Ewald Fartek, sehr gut an. «Ich habe es sehr genossen und es hat mir gefallen.» Auch OK-Präsident Markus Kurz sah es ähnlich: «Es war ein gutes Fest, ich bin sehr zufrieden», hielt er fest. «Wir inszenierten ein Fest, das beste Werbung für unseren Sport und im Speziellen für mögliche Jungschwinger darstellte.»