Handball

Chancenloser RTV verliert auch auswärts bei Suhr Aarau

Kevin Langhein (rechts) und der RTV Basel hatten den Aarauern nicht viel entgegenzusetzen.

Kevin Langhein (rechts) und der RTV Basel hatten den Aarauern nicht viel entgegenzusetzen.

Der 9. Spieltag führte den RTV Basel zur HSC Suhr Aarau in den benachbarten Aargau. Nach einem insgesamt schwachen Auftritt verlieren die Basler deutlich und verdient mit 33:20 (18:9).

Die Aarauer liessen kürzlich mit den Verpflichtungen der beiden Portugiesen Diogo Oliveira und João Ferraz aus der Deutschen Bundesliga aufhorchen. Auch wenn beide bei Ihren abgebenden Clubs zuletzt keine grosse Rolle mehr spielten, unterstreichen die Aarauer mit den Transfers ihre Ambitionen deutlich.

Ferraz fügte sich in seinem ersten NLA-Spiel gleich ansehnlich ein und erzielte acht Tore. Der RTV hingegen kompensiert seine Verletzungssorgen auf den Linkshänder-Positionen aktuell mit einer Doppellizenz für Talent Irfan Butt von NLB-Club Birsfelden.

Gegen Suhr fehlte neben Igor Stamenov auch Luca Engler. Gian Attenhofer war hingegen erstmals wieder im Aufgebot, doch für mehr als einen treffsicheren Einsatz am Siebenmeterpunkt reichte es bei ihm noch nicht. Aufgrund dieser sehr unterschiedlichen Transferaktivitäten hätte man bereits einen eher einseitigen Spielverlauf vermuten können.

Das Spiel war bereits zur Pause entschieden

In der Startphase der Partie versuchten beide Teams eher über den Positionsangriff als mit schnellen Gegenangriffen ins Spiel zu kommen. Der RTV kam allerdings nur mühsam in Fahrt, als Konsequenz nahm Trainer Christian Meier bereits in der 8. Minute beim Stand von 5:1 zugunsten der Aarauer ein Time-Out. Die Unterbrechung zeigte zunächst keine Wirkung und es schien, als würde sich der RTV seinem Schicksal ergeben.

Erst mit den Einwechslungen von Faris Ahmetasevic und Dennis Wipf kam der RTV etwas besser ins Spiel. Insgesamt befand Allrounder Ahmetasevic nach der Partie allerdings: «In der 1. Halbzeit haben wir nicht die Mittel gefunden zurück ins Spiel zu kommen». Eine wiederholt mangelhafte Chancenauswertung und viele technische Fehler brachten zur Pause ein deutliches Ergebnis. Suhr Aarau ging mit einer 18:9-Führung in die Kabine.

Das Aufbäumen des RTV blieb aus

Auch die 2. Halbzeit begann für den RTV, wie die ersten 30 Minuten geendet hatten. Nach 35. Minuten galt es weiterhin einen Neun-Tore-Rückstand (20:11) aufzuholen. Erschwerend kam dann für die Basler auch noch die rote Karte für Christian Skusa hinzu (36.). Bis zu seinem Ausschluss war der Kreisläufer noch einer der Aktivposten gewesen.

Das Spiel lief in der zweiten Hälfte vor sich hin, ohne, dass ein Team seine Leistungsgrenze erreichte. Auch Suhr leistete sich nun einige Unkonzentriertheiten und Schwächen im Abschluss. Über ein 26:15 nach 45 Spielminuten kamen die Suhrer dennoch zu einem ungefährdeten 33:20 Heimsieg.

«Unser Ziel war, die 2. Halbzeit zu gewinnen. Ein grosses Aufbäumen nach neun Toren Rückstand ist jedoch schwer.», so Ahmetasevic. Zu keiner Zeit vermochte den Erfolg der Suhrer zu gefährden. Durch die Niederlage bleibt der RTV weiter mit nur einem Punkt aus neun Spielen im Tabellenkeller sitzen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1