2. Liga regional

Cheftrainer und Sportchef verlassen den FC Birsfelden

Cheftrainer Yves Kellerhals gibt sein Amt beim FC Birsfelden nach Ablauf der Saison ab.

Cheftrainer Yves Kellerhals gibt sein Amt beim FC Birsfelden nach Ablauf der Saison ab.

Yves Kellerhals und Marcel Hottiger stehen dem regionalen Zweitligisten FC Birsfelden in der nächsten Saison 2018/19 nicht mehr zur Verfügung.

Der FC Birsfelden, derin zwei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern wird und Mit­te der 80er-Jahre an die Pforte der damaligen Nationalliga B klopfte, muss auf Trainersu­che gehen.

Denn, kurz vor dem «Tag der Arbeit», teilten Cheftrainer Yves Keller­hals (30) und Sportchef Marcel Hottiger (66) in schriftlicher Form mit, dass «wir unsere am 30. Juni 2018 auslaufenden Verträge nicht verlängern werden. Ausschlaggebend dafür sind unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der sportlichen Ausrichtung der 1. Mannschaft gegenüber der Vereinsleitung».

Auch Sportchef Marcel Hottiger (r., hier mit Junioren des Klubs) verlässt den FC Birsfelden Ende Saison.

Auch Sportchef Marcel Hottiger (r., hier mit Junioren des Klubs) verlässt den FC Birsfelden Ende Saison.

Und im Schlussabschnitt schreibt das Duo, nachdem es sich für das entgegengebrachte Vertrauen bedankt, unverblümt: «Wir bedau­ern es, dass innerhalb des Vereines nicht mehr Engagement und Unterstützung für den bereits er­folgreich eingeschlagenen Weg vorhanden sind.»

Starke Saison des FC Birsfelden

In der Tat spielt der «kleine» FCB vom Sternenfeld eine vorzügliche Saison – namentlich in der Rückrunde haben nur die beiden Aufstiegsfavoriten, der FC Concordia Basel und SV Muttenz, mehr Punkte geholt. Vor zehn Wochen trotzte Birsfelden Leader «Congeli» ein verdientes Remis (0:0) ab. Birsfelden ist zusammen mit dem Stadtbasler Traditions­klub jene Mannschaft, die am wenigsten Gegentore (26 in 19 Partien) erhalten hat.

Es ist in der regionalen Fussball-Szene ein offenes Geheimnis, dass «Jungtrainer» Keller­hals, der mit Routinier «Cello» Hottiger ein kongeniales Duo bildete, sportliche Ambitionen hegte. Auch wenn sich der Birsfelden als Ausbildungsverein versteht, der den Akteuren der 1. Mannschaft keine Mittel auszahlt (wie dies andere grosszügig tun).

Im laufenden Jahr­zehnt war der FC Birsfelden primär ein Liftklub zwischen der 2. und 3. Liga, nachdem die Blau-Weissen einst jahrzehntelang zum Standard der 1. Liga (als diese noch die dritt­höchste Spielklasse war) gehört hatten.

Zukunft des Duos offen

Ob das Duo Kellerhals/Hottiger (das übrigens auch die Förderung der Allerjüngsten im Verein innehatte) in der nächsten Spielzeit erneut zusammen aktiv als Trai­ner respektive Sportchef sein wird und wer den FC Birsfelden übernehmen wird, ist derzeit un­klar respektive noch in weiter Ferne.

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