Badmington YONEX Swiss Open
Christian Kirchmayr scheitert knapp gegen den Franzosen Lucas Corvée

Bei den YONEX Swiss Open ist in der 1. Runde der Lokalmatador ausgeschie-den. Aber die Nummer 2 der Schweiz zeigte gegen einen weit besser klassierten Rivalen eine starke Leistung.

Georges Küng, Basel
Drucken
Teilen
Der Baselbieter verliert in zwei Sätzen (22:24, 18:21) gegen den Franzosen Lucas Corvée.

Der Baselbieter verliert in zwei Sätzen (22:24, 18:21) gegen den Franzosen Lucas Corvée.

Mario Heller

Er war lange Zeit, insgesamt vier Monate, verletzt gewesen. Und fiel in der Weltrangliste bis auf Platz 270 zurück. Sein erklärtes Ziel ist „mich in den ersten 100 zu etablieren“, so Christian Kirchmayr (23). Am späten Dienstagabend traf er auf einen Widersacher, der zwar gleich alt (oder jung) ist, aber im Weltranking die Position 56 einnimmt.

Und von einem Leitungsunterschied in Form von 214 Rängen war im ersten Satz nichts zu sehen. Der Therwiler bestimmt weitgehend den Rhythmus der Partie und lag immer knapp in Führung. Und beim Stand von 18:14 hatte man das Gefühl, der Schweizer könnte „den Sack zumachen“ respektive zumindest Set 1 gewinnen. Aber Kirchmayr vergab drei Satzbälle; und es war der Franzose, der seinen ersten Satzball zum 24:22 verwertete.

Dieser unnötige Satzverlust schien an der Moral des Leimentalers zu zerren. Im zweiten Umlauf war es Corvée, der immer in Führung lag und mit druckvollem Angriffsspiel seinen Widersacher an die Grundlinie drückte. Beim Stande von 20:15 erfolgte ein letztes Aufbäumen von Kirchmayr; unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer gelangen der designierten Nummer 1 der Schweiz drei Punkte. Dann jedoch setzte Corveé der Partie mit einem wuchtigen Smash nach 41 Minuten ein Ende und gewann einen Vergleich, der spannender war, als es die Affiche (Ranking) versprochen hatte.