Schwingen

Christoph Bieri gewinnt das Baselstädtische souverän

Christoph Bieri bewältigte am Baselstädtischen Schwingertag auf dem Weg zum Tagessieg eine Herkulesaufgabe. Er besiegte vier «Eidgenossen». Im Schlussgang gewann er mit grosser Übersicht den Baselbieter Leader Michael Gschwind.

Wohl feierte der 25-jährige Untersiggenthaler seinen dritten Festsieg am Rheinknie nach 2007 und 2009. Doch nur diesmal war die Freude gross. Vor vier Jahren hatte er den Tagessieg nach einem «gestellten» Schlussgang geerbt, vor zwei Jahren war er hinter Bruno Gisler «nur» auf Rang 1b klassiert. Diesmal war er durch niemanden aufzuhalten.

In der ersten Wettkampfhälfte dominierte er zusammen mit Gisler. Nach der Mittagspause kams zum Spitzenduell. Dieses entschied Bieri nach vier Minuten für sich. Er konterte einen zu riskanten Brienzerversuch. Trotz vorangegangener Erfolge über die beiden «Gasteidgenossen» Bruno Müller und Beni Notz erhielt der Aargauer vor dem Schlussgang nochmals einen Brocken aufgebürdet. Aber auch Thomas Zindel, der nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback gab, hatte bald das Nachsehen. «Kurz/Lätz» lautete diesmal Bieris Rezept.

Bieri mit Geduld und Übersicht

Dennoch hätte dem überragenden Aargauer zuletzt ein Remis nicht gereicht. Bruno Gisler war dank vier Plattwürfen bereit zum Erben. Bieri begann das Finale gegen Gschwind trotzdem behutsam. «Ich wartete vergeblich auf Angriffe von ihm. Deshalb musste ich selber mehr tun», beschrieb er sein Vorgehen. Die Varianten Fussstich, Kurz/Lätz und Gammen fruchteten nicht. Im elften Zusammengreifen bemerkte Bieri das weit vorgestellte rechte Bein Gschwinds. Instinktiv attackierte er dieses und überrumpelte damit den Baselbieter. Einmal im «Schraubstock» von Bieri, gabs in der Unterlage kein Entrinnen mehr.

«Ja, ich bin in einer sehr guten Form, zurzeit läufts», kommentierte Bieri seinen zweiten Kranzfestsieg der Saison, der gleichzeitig seinen 50. Kranzgewinn bedeutete.
Hinter Bieri und Gisler sicherte sich Guido Thürig den dritten Rang. (WR)

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