Eishockey

Clevere Basler siegen im Regionalderby

© bz Basellandschaftliche Zeitung

Der EHC Basel/Kleinhüningen gewinnt in der 1. Liga bei Zunzgen-Sissach mit 4:3. Ermutigt durch die beiden Erfolge gegen Adelboden und Thun, agierte das Team von Waldmeier von Beginn weg dynamischer und aufgeweckter als der Gegner aus dem Baselbieter.

«Wir wollen nicht Tabellenletzter werden, das macht die Relegationsrunde auch in den restlichen Spielen interessant.» Sowohl Ruedi Müller, Trainer des EHC Zunzgen-Sissach, wie Jörg Schaffner, Coach des EHC Basel/Kleinhüningen, hatten vor dem Anpfiff des Derbys das gleiche sportliche Ziel. Sie wollen die 1.-Liga-Meisterschaft in der Gruppe 2 nicht auf dem letzten Platz beenden.

«Weil der EHC Oberlangenegg in den Aufstiegs-Playoffs der 2. Liga ausgeschieden ist, steht fest, dass es keinen Absteiger gibt», erklärte Reto Waldmeier, der Trainer der Basler,
einen Punkt, der die Vorzeichen des Regionalderbys etwas anders in Erscheinung treten liess. Beide Mannschaften wussten bei der ersten Puckeingabe, dass sie auch in der nächsten Saison um Erstligapunkte spielen werden. «Wir wollen die Saison gut abschliessen und allen beweisen, dass wir die Siege in den vergangenen Spielen verdient haben», gab der Übungsleiter der Gäste weiter bekannt.

Mit viel Spielfreude war der EHC Basel/Kleinhüningen denn auch in die Partie beim EHC Zunzgen-Sissach gestartet. Anknüpfend an die beiden Erfolge gegen Adelboden und Thun, agierte das Team von Waldmeier von Beginn weg dynamischer und aufgeweckter als der Gegner aus dem Baselbiet, der vorerst keine Akzente setzen konnte und nicht parat war. Severin Brand eröffnete den Torreigen bereits nach 73 Sekunden, als er völlig freistehend die Scheibe einschieben konnte. Auch Kari Rieder trug sich beim 2:0 als Torschütze ohne grosse Gegenwehr in die Trefferliste ein.

Mangelnde Konzentration bei ZS

«Wir haben das Startdrittel komplett verschlafen», räumte Ruedi Müller den Startminuten eine entscheidende Bedeutung für den Spielausgang ein. «Es braucht in der 1. Liga gegen jeden Gegner eine konzen-trierte Leistung über drei Spielabschnitte, um gewinnen zu können», gab Müller weiter zu verstehen. Daran vermochte auch der Anschlusstreffer von Yannick Heid nichts zu ändern.

«Wir brauchen zu viele Chancen, um Tore zu erzielen.» Ruedi Müller meinte mit seiner Aussage vor allem das Mitteldrittel, als ZS das Feuer der Leidenschaft auf dem Eis endlich entzündete. Das Heimteam agierte nun druckvoll, liess aber in der gegnerischen Zone Kaltblütigkeit im Abschluss und Präzision bei den Zuspielen vermissen. Wohl war Ken Steiner für den Ausgleich besorgt, doch war die Freude über diesen Treffer von kurzer Dauer. Sandro Hirzel nutzte eine weitere Unaufmerksamkeit in der ZS-Defensive, um zum zwischenzeitlichen 3:2 für Basel/Kleinhüningen einzuschieben.

Nur wenig hätte gefehlt und das bis zur letzten Sirene spannende und umkämpfte Spiel wäre vielleicht doch noch ganz anders ausgegangen. Der erneute Anschlusstreffer durch Mattia Di Biase im Schlussdrittel setzte beim Heimteam neue Kräfte frei und leitete turbulente Szenen vor Torhüter Benjamin Hohlbaum ein. Dass die Basler trotzdem das bessere Ende auf ihrer Seite hatten, lag daran, dass ZS im Startdrittel viele Mängel offenbarte und die Gäste zum Torschiessen geradezu einlud.

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