Nationalmannschaft Auf einmal wird es laut im Training des FC Basel. Alle johlen auf, Fabian Frei geht zu Eray Cömert hin, gibt ihm eine Faust. Es soll eine Geste des Gratulierens sein, denn schon zu diesem Zeitpunkt ist klar: Eray Cömert ist erstmals offiziell für die A-Nationalmannschaft aufgeboten worden.

Ein paar Stunden später kommt die offizielle Meldung des Schweizer Fussballverbandes. «Verschiedene Spieler, die sich mittlerweile etabliert haben, zeigten in der Vergangenheit, dass man sich mit guten Leistungen im Klub und in der U-21 ein Aufgebot verdienen kann», erklärt Nati-Trainer Vladimir Petkovic Cömerts Nomination.

Von der Türkei umgarnt

Der 21-jährige Cömert zeichnete sich als Captain der U21-Nati immer wieder mit guten Leistungen aus. Ein erstes Zückerchen gab es für ihn denn auch, als er in diesem Sommer am Pre-Camp vor dem Final-4-Turnier der Nations League teilnehmen durfte. Jetzt ist er ganz offiziell mit dabei. Hintergedanke Petkovics dürfte dabei auch sein, dass Doppelbürger Cömert von der Türkei heftigst umworben wird und man ihn mit einem Pflichtspieleinsatz binden kann. Cömert wird schon lange von der Türkischen Nati umgarnt, gar Gerüchte, er habe sich schon für diese entschieden, kam in den letzten Monaten auf. Diese tat er aber als Unwahrheit ab. Er wolle für die Schweiz spielen.

Neben Cömert rücken auch FCB-Keeper Jonas Omlin und nach einem Jahr Pause auch wieder Silvan Widmer ein. «Er hat sich klar gesteigert und hat gezeigt, dass er sich dem Topniveau seiner besten Zeit mit Udinese wieder annähert», sagt Petkovic zu Rückkehrer Widmer. Im vergangenen Jahr fiel Widmer aus allen Traktanden, weil er die Vorbereitung verpasste und eine entsprechend schwache Saison beim FCB abgeliefert hatte. Nicht mit dabei ist Noah Okafor. Er weilt bei der U21-Nati, nachdem er noch im Sommer mit zum Final-4-Turnier durfte.