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Concordia Basel hat kein Geld fürs Trainingslager – was hat das für Folgen?

Der Weg ist das Ziel – Congeli-Trainer Peter Schädler. Juri Junkov

Der Weg ist das Ziel – Congeli-Trainer Peter Schädler. Juri Junkov

Der FC Concordia Basel will sich weiter in der 1. Liga etablieren. Die Finanzen erlauben keine Extrawünsche. Ein Trainingslager lag diesmal nicht drin. Das wird vor allem taktisch Folgen haben.

Peter Schädlers Laune vor dem heutigen Rückrundenauftakt in Baden (16 Uhr, Esp) ist ein wenig zwiespältig. Das liegt nicht daran, dass der Trainer des FC Concordia mit der Vorbereitung seines Teams unzufrieden wäre. Es ist vielmehr die Tatsache, dass der Verein aus finanziellen Gründen heuer auf ein Trainingslager verzichten musste.

«Die taktischen Komponenten, die man in einem Trainingslager erarbeitet, haben einen grossen Einfluss auf die Auftritte in der Meisterschaft. In diesem Bereich werden wir nun leider etwas hinterher hinken», erklärt er.

Beim Zuzug reisst das Kreuzband

Gross verändert hat sich das Gesicht der Mannschaft in der Winterpause nicht. John Baggio Rokotonomenjanahary wechselte eine Liga höher zu den Old Boys, während Tobias Böhlen von FC Reinach (2. Liga regional) zu den Baslern stiess. Dieser ist zwar kein 1:1-Ersatz für den Madagassen, «aber einer der sehr gut in unser Konzept gepasst hätte», wie Schädler betont. Dass er dabei den Konjunktiv braucht, hängt damit zusammen, dass Böhlen aufgrund eines Kreuzbandrisses, den er sich in der Vorbereitung zugezogen hat, für die ganze Rückrunde ausfällt.

Das angesprochene Konzept ist dem Trainer besonders wichtig. Er legt sehr viel Wert darauf, ein Spiel zu gestalten und zu dominieren. In der Umkehrsituation braucht es dafür aber laufstarke, aggressive Spieler, die den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen und den Ball möglichst schnell zurückerobern. «Unser Spiel ist auf Leute angewiesen, die dazu in der Lage sind», hält der 51-Jährige fest.

Die Spielidee soll Erfolg bringen

Schädler will sich mit «Congeli» in der 1. Liga Classic etablieren, «bevor wir weitere Schritte machen». Als Tabellensiebter mit vier Minuspunkten Rückstand auf Rang 2 ist dieses Vorhaben in der Hinrunde gut geglückt. Der Weg ist für den Trainer aber genauso bedeutend wie das Ziel: «Es ist wichtig, mit unserer Spielidee Erfolg zu haben!» Ob er auch im Misserfolgsfall daran festhalten würde, kann er nicht beantworten. «Ich hoffe, dass ich es nicht herausfinden muss.»

Die Basler fahren jedenfalls mit Selbstvertrauen zum ambitionierten FC Baden, der sich den Aufstieg zum Ziel gesetzt hat. «Wo und gegen wen wir antreten, spielt keine Rolle. Wir haben unser Konzept und nehmen wegen jeweiligen des Gegners stets nur geringe Anpassungen vor», sagt Trainer Schädler. Auch Sportchef Reto Fluri glaubt an die Stärke der Mannschaft: «Wir wollen mit drei Punkten aus Baden zurückkehren.»

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